Gingener Kinder können erst im Februar in neue Kita

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Die neue Kita Hohenstein neben der Gingener Grundschule geht nicht wie geplant am 8. Januar in Betrieb. „Den Termin können wir nicht halten“, stellte Bürgermeister Marius Hick in der Gemeinderatssitzung am Dienstag klar. Kinder und  Erzieherinnen müssen sich noch mindestens bis Ende Februar gedulden. Überraschend kam diese Ansage für das Gremium nicht: Seit zwei Wochen ist bekannt, dass es  auf der Baustelle Schwierigkeiten mit zwei Gewerken gibt. Fliesenleger und Schreiner waren nicht zum vereinbarten Zeitpunkt erschienen (wir berichteten).

Für den Schreiner sei inzwischen ein Ersatz gefunden, sagte Architektin Nicole Stadelmayer, die zusammen mit ihrem Kollegen Norbert Behringer den aktuellen Stand auf der Baustelle schilderte. Eine Firma aus der Region habe sich bereit erklärt, die noch ausstehende Wandverkleidung  zu übernehmen und den Geschirrschrank für die Mensa zu bauen. Beides Aufträge, die der ursprüngliche Schreiner nicht ausführen konnte.

Frist bis 12. Dezember

Dem Fliesenleger haben Architekten und Verwaltung eine letzte Frist gesetzt. Falls er  am 12. Dezember nicht  mit der Arbeit beginnt, wird ihm gekündigt. Die dadurch anfallenden Mehrkosten werde man dem Betrieb in Rechnung stellen, versicherte Hick. Zur Sicherheit hätten die Architekten schon bei anderen Firmen aus der näheren Umgebung vorgefühlt. Ein Fliesenleger, bei dem sich ein Auftrag in Geislingen verschoben hat, könnte einspringen, bestätigte Stadelmayer.

„Meine Geduld mit dem gesamten Bauwerk ist am Ende“, stellte Gemeinderat Klaus Staffa klar. Ursprünglich sei der Einzug in die neue Kita für Dezember 2016 geplant gewesen. „Da darf man als Gemeinderat auch sagen, dass man nicht zufrieden ist.“ Die Verwaltung sei auch nicht glücklich, meinte der Bürgermeister. Die Verzögerungen hätten schon ganz am Anfang beim Abbruch des alten Gebäudes und beim Rohbau angefangen. „Dann ging es sukzessiv mit den kleineren Gewerken so weiter“, rekapitulierte er.  Wichtig sei aber auch, dass die Kosten für den Neubau nicht ausufern, fügte er hinzu.

Gestartet sei man im Februar 2014 mit einer Kostenschätzung von 4,29 Millionen Euro, erläuterte Norbert Behringer dem Gremium. Nun rechnet der Architekt mit Gesamtkosten von 4,78 Millionen – eine Steigerung von elf Prozent, in der aber auch vom Gemeinderat beschlossene Mehrleistungen enthalten seien. Ohne die Mehrleistungen – darunter die Gründung des Neubaus und die Entsorgung des Bauschutts, die aufwendiger ausfielen als angenommen – liege die Gemeinde bei gut sechs Prozent Mehrkosten, rechnete Marius Hick vor. „Bis zu zehn Prozent sind bei einem Vorhaben dieser Größe völlig im Rahmen.“

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