Gingen startet Millionenprojekt

Gingens Gemeinderat hat am Dienstagabend die Aufträge für den An- und Neubau der Hohensteinschule mit einem zweigruppigen Kindergarten vergeben. Im Dezember kommen die ersten Handwerker.

|
Die Grundschule (links) erhält 2015 einen dreigeschossigen Anbau. Dann werden das Verwaltungsgebäude und der Hauptschultrakt (Mitte und rechts) abgerissen, dafür werden 2016 Mensa, Mehrzweckraum und Kindergarten gebaut.  Foto: 

Mit Baukosten von voraussichtlich 4,15 Millionen Euro bleibt Gingens neue Hohensteinschule nun 150.000 Euro unter der Kostenschätzung vom Februar. Das nahm Gingens Gemeinderat am Dienstag einigermaßen befriedigt zur Kenntnis, bevor er jeweils einstimmig seinen Grundsatzbeschluss zum Bau des Schulhauses mit Kindergarten bestätigte und die Aufträge für den An- und Neubau vergab. Bürgermeister Marius Hick sagte: "Damit haben wir das bedeutendste Bauprojekt der vergangenen Jahrzehnte auf den Weg gebracht."

Die Architektengemeinschaft Behringer-Popovic-Stadelmayer hatte die Kosten vor einem Jahr noch auf 3,8 Millionen Euro geschätzt. Die erweiterte Gemeinschaft Bauer+Behringer-Popovic-Stadelmayer schockierte den Gemeinderat dann vor einem halben Jahr mit der Summe von 4,3 Millionen Euro (wir berichteten). Nun lagen die Ergebnisse der Ausschreibung vor. Sie seien "sehr gut" ausgefallen, meinte Ordnungsamtsleiterin Verena Vàmosi, und Bürgermeister Hick freute sich, dass einige Aufträge auch an Firmen aus Gingen, Süßen oder Geislingen gehen. Um nicht auf den Kosten eines unvorhersehbaren Ausfalls sitzen zu bleiben, schließt die Gemeinde eine Bauleistungsversicherung ab.

Auch für die Heizungsanlage bringe die Ausschreibung eine Verbesserung, hieß es im Rat. Gingen sieht nicht zuletzt wegen der hohen Folgekosten davon ab, das Blockheizkraftwerk zu reaktivieren. Es hätte zwar allen elektrischen Strom geliefert, den die Schule braucht, aber auch viel Wärme, die im Sommerhalbjahr ungenutzt geblieben wäre. Eine Heizung mit Luft-Wärme-Pumpe, bei der die beiden vorhandenen Gaskessel im Wechsel arbeiten, wäre wirtschaftlicher, sagte der Bürgermeister. Die Wärmepumpe koste 23.000 Euro, ins Blockheizkraftwerk hätte die Gemeinde dagegen 60.000 bis 100.000 Euro investieren müssen.

Der Plan für den "Bauablauf" steht auch schon, Architekt Norbert Behringer erläuterte ihn. Die vorbereitenden Arbeiten starten bereits im Dezember: Die Toilettenanlage im Hauptschulgebäude wird vorübergehend wieder geöffnet, damit die alten Toiletten der Grundschule umgebaut werden können. Mitte Januar wird die Verbindung zwischen dem Haus der Grundschule und dem Verwaltungsbau abgebrochen, das Verwaltungshaus bleibt jedoch vorerst stehen. Dann wird der dreigeschossige Anbau an die bisherige Grundschule im Rohbau hochgezogen. Während der Sommerferien oder Ende September zieht die Verwaltung ins neue Haus um und noch im Herbst startet der zweite Bauabschnitt mit dem Abriss des Verwaltungs- und des Hauptschulgebäudes. Das neue eingeschossige Haus mit Mensa, Mehrzweckraum und zweigruppigem Kindergarten soll Ende 2016 bezugsfertig sein.

Gemeinderat Christian Hofmann vermisste in der Ausschreibung die Außenanlagen. Diese Aufträge sollte Gingen sinnvollerweise erst in zwei Jahren vergeben, antwortete der Architekt. Die geschätzten Kosten seien in der angegebenen Bausumme aber schon berücksichtigt. Gemeinderat Klaus Staffa fragte nach der Finanzierung. Ohne Kredite werde es nicht gehen, sagte der Bürgermeister. Doch das Geld sei gut investiert: "Das ist eine Generationenaufgabe."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Frontalcrash in Schlierbach

Bei einem Autounfall in Schlierbach haben am Freitag zwei Männer leichte Verletzungen erlitten. weiter lesen