Gingen feiert 50-jähriges Bestehen der Hohensteinhalle

Mit einer vielfältigen Sportschau, Musik und Ehrungen hat Gingen das 50-jährige Bestehen der Hohensteinhalle gefeiert. Für Bürgermeister Marius Hick war es eine besondere Veranstaltung im Jubiläumsjahr.

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Die Mitglieder der Tanzschmiede des TB Gingen "entern" als Piraten die Hallenbühne.  Foto: 

Im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Gingen ist am Freitag - auf den Tage genau - auch das 50-jährige Bestehen der Hohensteinhalle gefeiert worden. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg erst die zweite Turn- und Festhalle, die im Landkreis Göppingen gebaut wurde. Erst drei Jahre später, 1968, kam in Göppingen die Hohenstaufenhalle, die heutige EWS-Arena, dazu. Der kürzlich verstorbene Altbürgermeister Gingens, Heinz Nagel, hat 1959 im Gemeinderat die Weichen für den Bau einer Halle gestellt. 1962 wurde der Grundsatzbeschluss zum Bau einer Mehrzweckhalle mit einer Hallenfläche von 42 auf 26 Metern gefasst. 1,5 Millionen Mark wurden damals in den Neubau investiert. Bis heute wurden weitere 2,2 Millionen Euro für den Unterhalt und die Erhaltung der Hohensteinhalle ausgegeben. Von der Idee bis zur Einweihung vergingen damals, so Bürgermeister Marius Hick bei seinem kleinen geschichtlichen Rückblick, rund sechs Jahre.

In seiner Begrüßung hieß Hick auch die vielen Mitglieder des örtlichen Turnerbundes in der voll besetzten Halle willkommen. Diese waren auch deshalb gekommen, weil mit der Jubiläumsfeier zeitgleich die traditionelle TB-Jahresfeier stattfand. Im Namen des Vereins dankte die Vorsitzende Susanne Fetzer allen Ehrenamtlichen, die sich für ein aktives Vereinsleben innerhalb des Turnerbundes einsetzen. Ihr Stellvertreter Matthias Kralisch dachte auf lustige Art zurück an das Einweihungsjahr 1965 und merkte an, dass es da zum Beispiel zum ersten Skandal in der Fußballbundesliga kam und damalige Kicker gerade einmal 500 Mark im Monat verdienen durften.

Auch nach dem Jubiläumsjahr werde der TB Gingen nicht müde, versprach Kralisch und leitete zum sportlichen Programm des Festabends über: "Echte Sportler geben auch Gas beim Feiern."

Den Auftakt machten die Turnerinnen vom Turnteam Süßen/Gingen. Sie zeigten waghalsige Sprünge und Überschläge auf dem knapp zehn Zentimeter breiten Schwebebalken. Allein, zu zweit oder in Dreier- und Viererformation standen die Turnerinnen sicher auf ihrem Sportgerät und ernteten viel Beifall. Ein Damentrio der Deutschen Nationalmannschaft in Sportakrobatik zeigte sein Können in Perfektion. Lustig, schwungvoll und witzig waren die Kraftübungen und Saltos am Barren, vorgetragen von Turnern der Bundesligamannschaft des TV Schwäbisch Gmünd/Wetzgau. Sieben junge Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren waren vom TV Uhingen nach Gingen gereist. Sie drehten am turnerischen Zeitrad und zeigten eine Sportchoreografie von sportlichen Tänzen von 1950 bis heute.

Danach zogen die Piraten in der Hohensteinhalle ein und pilgerten durch ein begeistertes Publikum in Richtung Bühne. Die Tanzschmiede vom TB Gingen verwandelte die Bühne zu einem lebhaften Piratenschiff, welches durch den Trommeltakt der Turnerinnen gewaltig ins Schwanken kam. Mit drei lautstarken Kanonenschüssen und einem Goldregen verabschiedete sich die Turnschmiede.

Der nächste Akt war manchem Festbesucher schon vom Fernsehen bekannt. Mit "Power" waren die sechs Sportakrobaten bei der RTL-Show "Das Supertalent 2015" auf der ganz großen Bühne. Zum Abschluss der Einlagen gehörte das Aufsehen nochmals den Bundesliga-Turnern aus Schwäbisch Gmünd. Mit ihrer Trampolinkür sorgten sie für Unterhaltung und viel Beifall - etwa als im freien Flug ein Turner dem Bürgermeister Marius Hick eine schwarze Perücke vom Kopf nahm.

Eingebettet in das hochkarätige sportliche Programm waren Ehrungen für langjährige Vereinstreue zum Turnerbund Gingen. Zudem wurden die sportlichen Leistungen verschiedener Mitglieder gewürdigt (Bericht folgt). Musikalisch perfekt umrahmt wurde die Veranstaltung von der Combo "Just Music" und die Bewirtung mit Speisen und Getränken nahm der Musikverein Gingen vor.

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