Gingen beteiligt sich an Gewerbegebieten

Die Gemeinde Gingen beteiligt sich an den interkommunalen Gewerbegebieten in den Süßener Auen und im Lautertal. Dazu werden zwei Zweckverbände gebildet.

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Süßen, Donzdorf und Lauterstein haben schon zugestimmt. In Gingens Gemeinderat fiel der einstimmige Beschluss am Dienstagabend: Die Gemeinde macht beim "Interkommunalen Gewerbegebiet Auen" und beim "Gewerbepark Lautertal" mit. Das bedeutet: Künftig kann Gingen auch in den "Auen" an der B 10 und der B 466 zwischen Gingen und Süßen sowie südlich der B 466 bei Donzdorf Bauplätze anbieten. Bislang war die Gemeinde auf ihre eigenen Gewerbegebiete im Immenreich (an der B 10 in Richtung Kuchen) und in den "Unteren Schorteilen" (an der Brunnen- und der Brückenstraße in Richtung Gingen) beschränkt - wobei das Rathaus bereits an die Erschließung der "Unteren Schorteile V" denkt.

Die Beteiligung an den interkommunalen Gewerbegebieten soll den Gemeinden ganz neue Möglichkeiten erschließen. Die Zweckverbände, die sie nun gründen wollen, sollen dafür sorgen, dass sich eine "gute Mischung von Produktions- und Dienstleistungsgewerben" mit einer "guten Arbeitsplatzdichte" ergibt; dass sich Betriebe ansiedeln, die innovative Produkte herstellen oder sich dabei innovativer Verfahren bedienen; dass Energie hoch effizient genutzt wird und erneuerbare Energieträger zum Einsatz kommen; dass die Betriebe die erwünschte "produktionsverbindende Logistik" aufbauen können; dass sich "immissionsoptimierte Betriebe" ansiedeln - Betriebe, von denen eine übermäßige Lärm- oder Geruchsbelästigung ausgeht, dürfen also nicht bauen.

Interkommunales Gewerbegebiet Auen soll insgesamt 6,5 Hektar groß sein

Einzelhandelsgeschäfte sind nur dann erlaubt, wenn ihr Sortiment fürs Stadt- oder Gemeindezentrum nicht relevant ist oder wenn die verkauften Artikel im selben Betrieb hergestellt wurden (Fabrikverkauf).

Das "Interkommunale Gewerbegebiet Auen" soll insgesamt sechseinhalb Hektar groß werden. Davon stellt Gingen einen Hektar Fläche. Hier gibt es kleine bis mittelgroße Bauplätze, die höchstens einen Hektar groß sein dürfen. Der "Gewerbepark Lautertal" ist mit 30 Hektar Fläche fünfmal so groß. Er soll abschnittsweise erschlossen werden. Zum Gelingen müssen alle Verbandsmitglieder beitragen. Anders sei die Aufgabe zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region nicht zu bewältigen, heißt es in der Präambel der Verbandssatzung. Im konkreten Fall wird Gingen 20 Prozent der Kapitalumlage aufbringen müssen. Es bekommt dafür später 20 Prozent der Gewerbesteuer, die die Firmen zahlen. Beim "Interkommunalen Gewerbegebiet Auen" teilen sich Süßen und Gingen die Kosten und die Einnahmen.

Gemeinderat Klaus Staffa (CDU/FWV) bekannte, dass er der ganzen Sache anfangs skeptisch gegenüberstand. Dank der guten Anbindung an die B 466 seien die gemeinsamen Gewerbegebiete jedoch eine "hervorragende Alternative" zu den auf einen Ort beschränkten Arealen. "Von Gingen kommt man sehr schnell nach Donzdorf und nach Süßen sowieso", meinte er. Gemeinderätin Heidi Alex (SPD) fragte, wer den Experten für Wirtschaftsförderung zahle, der für die Zweckverbände tätig wird. Über die Umlagen letztlich die Gemeinden, antwortete Bürgermeister Marius Hick. Er werde aber nur bei Bedarf tätig.

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