Giftiges Kraut macht sich breit Beim 5. Schaftag in Donzdorf erhielten die Besucher viele Informationen

"Der Tag rund ums Schaf" auf dem Messelberg war an diesem verregneten Sonntag eine willkommene und informative Abwechslung für Familien.

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Die Besucher beim Donzdorfer Schaftag haben sich ausführlich über Wolle und andere Schafprodukte informiert. Auch die württembergische Lammkönigin kam auf den Messelberg, um für die Schafzucht zu werben. Manche versuchten sich beim Spinnen von Wolle. Fotos: Beate Schnabl

Eng ging es her in der Natur- und Umwelthütte auf dem Messelberg. Wegen des schlechten Wetters hatte man umdisponiert. Und so waren Familie Schneider mit ihren handgearbeiteten Filzartikeln ebenso in der Hütte untergebracht wie die Landfrauen aus Reichenbach mit Kaffee und Kuchen. Die großen Bildtafeln vom Naturschutzzentrum Schopflocher Alb und des Schwäbischen Albvereins mit ihren detaillierten Beschreibungen zur Pflanzenwelt der Schwäbischen Alb benötigten von vorne herein viel Platz in der Hütte.

Doch die Enge störte die Besucher wenig. Vor allem Familien mit kleineren Kindern waren auf den Messelberg zum Aktionstag "Rund ums Schaf" gekommen. Für Abwechslung war gesorgt. In der Umwelthütte konnten die Kleinen dem Spinnen von Wolle zuschauen, durch die Stereolupe Pflanzen und Insekten in 20-facher Vergrößerung bestaunen und aus flauschigen Wollknäueln kleine Schäfchen basteln oder Spielbälle filzen.

Die Eltern hatten währenddessen ausreichend Gelegenheit sich über Wacholderheiden, Trockenrasen, Naturkräuter und das giftige Jakobskreuzkraut zu informieren. "Diese gelb blühende Pflanze wächst an sonnigen Wegrändern und auf Wiesen, hat sich in jüngster Zeit massiv verbreitet und kann bei Weidetieren zu schweren Leberschäden führen", erklärte der Donzdorfer Stadtbiologe Georg Krause.

Zum nunmehr fünften Mal hatte die Stadt zusammen mit der Landesumweltakademie und der Schäferei Nagel aus Winzigen den "Tag rund ums Schaf" auf dem Messelberg organisiert. Die amtierende "Württemberger-Lamm-Königin" Barbara Frey aus Hohenstaufen war ebenfalls vor Ort: "Alle geben sich sehr viel Mühe. Schade, dass das Wetter nicht mitspielt", stellte die Lammkönigin fest.

Vor der Hütte grasten friedlich in einem Pferch Ziegen und Schafe. Bei der Beweidung von Heideflächen sind beide sehr nützlich. Ziegen zerbeißen Sträucher, Schafe geben dagegen Gras und Kräutern den Vorzug. Nicht weit davon entfernt, bot eine Schafskäserei ihre Produke an. Im großen Zelt fanden die Besucher nicht nur Schutz vor den teils kräftigen Regenschauern, sondern konnten sich auch mit Lamm-Gyros und Schafsroten stärken.

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