Gewerbegebiet kommt voran

Der Bebauungsplan-Entwurf für Mühlhausens Gewerbegebiet im Sänder wird demnächst öffentlich ausgelegt. Dort will Netto einen Markt bauen.

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Der Netto-Markt soll an der B 466 und damit in Ortsnähe gebaut werden. Der Kreisverkehr wird auch die Abzweigung der L 1200 in Richtung Wiesensteig (links im Bild) aufnehmen.

Mit seinem neuen Gewerbegebiet zwischen der B 466 und der Autobahn ist Mühlhausen am Montagabend ein gutes Stück weitergekommen. Der Gemeinderat hat den Entwurf für den Bebauungsplan gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen. Städteplaner Manfred Mezger vom gleichnamigen Büro in Bad Boll rechnet damit, dass die Arbeiten noch im Herbst ausgeschrieben werden können. Für den Bau eines Netto-Marktes werde es aller Voraussicht nach in diesem Jahr aber nicht mehr ganz reichen, sagte Bürgermeister Bernd Schaefer. Außerdem warten die Pläne für den Kreisverkehr, über den das 0,9 Hektar große Areal erschlossen wird, derzeit noch darauf, vom Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt zu werden. In die Ausführungsplanung soll das Planungsbüro trotzdem schon jetzt einsteigen. Mühlhausen will keine Zeit verlieren.

Der Netto-Markendiscountmarkt mit Netto-Getränkemarkt und Bäckerei-Café soll im westlichen Teil des Sänders und damit nahe am Ort gebaut werden. Mühlhausen weist dafür ein "eingeschränktes Gewerbegebiet" aus. Das bedeutet, dass sich dort keine Betriebe ansiedeln dürfen, die die nahen Wohnsiedlungen beeinträchtigen könnten. Der östliche, zur Autobahn hin gelegene Teil dagegen wird ein "allgemeines Gewerbegebiet". Hier sind unter anderem keine Tankstellen und keine Einzelhandelsgeschäfte erlaubt. Beschränkungen gibt es auch bei der Höhe der Gebäude. Der Netto-Markt darf höchstens 8,50 Meter hoch gebaut werden, im östlichen Teil des Sänders liegt die Grenze bei 13 Metern.

Als Abgrenzung zur B 466 und dem Kreisverkehr will die Gemeinde einen mindestens zehn Meter breiten Grünstreifen anlegen, der mit Bäumen bepflanzt wird. Innerhalb des Gebiets muss außerdem je 1000 Quadratmeter Gewerbefläche ein Baum gesetzt werden und ein weiterer zum Ausgleich für je sechs Autostellplätze. Die Baumwiesen im Norden (in Richtung Autobahnanschluss gelegen) bleiben erhalten; das Eselsbächle, das hier in die Fils mündet, soll renaturiert und zu diesem Zweck neu verlegt werden. Der Humus, der bei den Bauarbeiten abgetragen wird, dient der Bodenverbesserung auf der Albhochfläche.

Ein Problem stellt die "Entwässerung" des Gewerbegebiets dar. Eine Baugrunduntersuchung hat ergeben, dass Regenwasser nur schwer im Boden versickert. Also muss das saubere "Oberflächenwasser" auf dem Umweg über Rückhaltebecken und einen gedrosselten Abfluss in die Fils geleitet werden. Ob diese offen oder geschlossen gebaut werden, ist nach dem Bebauungsplan freigestellt. Das Regenwasser von den öffentlichen Straßen fließt zunächst in einen Stauraumkanal. Die Parkplätze vor dem Markt und überhaupt alle "Stellplätze mit häufigem Fahrzeugwechsel" werden dagegen an einen Schmutzwasserkanal angeschlossen. Wie weit dieser schon jetzt geführt werden soll, konnte der Gemeinderat am Montagabend nicht entscheiden. Er ermächtigte die Gemeindeverwaltung dazu.

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