Gesprächskreis wirbt für fruchtbaren Dialog

In einem Grußwort zum Fastenmonat Ramadan wirbt der Kreis "Christlich Islamisches Gespräch" für einen intensiven Dialog der beiden Religionen.

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Der Kreis "Christlich Islamisches Gespräch" hat sich mit einem Grußwort an die Moslems im Kreis Göppingen gewandt. Für die Gläubigen des Islam hat am Donnerstag der Fastenmonat Ramadan begonnen. Die Verfasser des Grußworts - darunter der katholische Dekanatsreferent Felix Müller - machen sich für einen fruchtbaren Dialog zwischen den Weltreligionen Christentum und Islam stark.

Sie berufen sich dabei auf die Erklärung "Nostra aetate", die Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen aus dem Jahr 1965. Darin heißt es: "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten".

Zugleich mahnt die Erklärung, angesichts der Jahrhunderte währenden Feindschaften zwischen Christen und Muslimen "das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen."

Dieses Ansinnen sieht der Gesprächskreis angesichts der weltpolitischen Lage in Gefahr: "Auch in Deutschland droht die Kluft zwischen den Religionen und Kulturen größer zu werden." "Darum müsse Gebot sein, den Dialog im Sinne der Konzilserklärung weiterzuführen und zu intensivieren." Kritik müsse dabei zulässig sein - begleitet vom Willen zum besseren gegenseitigen Verständnis. Und: "Gefühlen von Hass und Feindschaft müssen wir entschieden entgegenwirken".

Es sei ein schönes Zeichen, dass die Muslime im Ramadan auch Nicht-Muslime zum Fastenbrechen einladen. Dies biete die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, neue Freundschaften zu schließen und bestehende zu festigen. "Damit leisten Sie einen Beitrag für das friedliche Zusammenleben."

Info In der Geislinger Jahnhalle beginnt heute, 20 Uhr, das erste gemeinsame Fastenbrechen. Dazu laden die muslimischen Vereine und die Stadtverwaltung alle Moslems und Nicht-Moslems ein. Nach einem Kulturprogramm wird gegen 21.30 Uhr ein kostenloses Essen gereicht.

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