Gemeinde sucht Leck in Seniorenwohnanlage

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Ein Fensterelement musste bereits ausgetauscht werden, eine Wohnung steht leer, weil sie wegen der eindringenden Feuchtigkeit derzeit nicht vermietet werden kann: Das Heininger Haus in der Breite kämpft mit Feuchtigkeit. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Gemeinderates machten sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Schäden.

Die von der eingedrungenen Nässe betroffenen Wohnungen grenzen an das Flachdach der Tiefgarage an. Die steht nun im Verdacht, Ursache für die Schäden am Bau zu sein. „Wir können das so nicht lassen. So sind die Wohnungen nicht zu vermieten“, stellte Bürgermeister Norbert Aufrecht bei dem Ortstermin fest. Der Bauhof hatte im Bereich der Terrassen der betroffenen Wohnungen Bepflanzung und Erdreich weggeräumt. Zu Tage kam eine rote Kunststofffolie, die Bauamtsleiter Reiner Reule so „noch nie gesehen hat“. Zudem war festgestellt worden, dass die Entwässerung des Flachdaches nicht sachgemäß ausgeführt worden war.

Nach ausgiebiger Diskussion beschloss der Ausschuss, zunächst den Bereich entlang der Wohnungen fachgerecht sanieren zu lassen und dann zu beobachten, ob das Problem gelöst ist. Sollte sich weiterhin Feuchtigkeit bemerkbar machen, würde dann in einem zweiten Schritt das gesamte Flachdach saniert werden.

In der Tiefgarage selbst ist es trocken. Sie war als Bunker gebaut worden und ist bislang dicht. Reule wird jetzt entsprechende Angebote einholen und der Gemeinderat wird dann in seiner Märzsitzung die Arbeiten in Auftrag geben.

Probleme bereitet nicht nur das Flachdach der Tiefgarage. Auch das Titanblech, mit dem das Flachdach des „Haus in der Breite“ nach oben abgeschlossen ist, lässt Feuchtigkeit durch. „Es war nach dem damaligen Stand der Technik verbaut worden“, so Reule. Heute wisse man, dass das Blech eine „Unterlüftung“ brauche. Die fehlt aber und so weist es Erosionsstellen auf. In einzelne Wohnungen trat bereits Nässe ein.

„Das Problem des Titanblechs haben wir auch in der Voralbhalle“, informierte Bürgermeister Norbert Aufrecht. Dort seien zudem keine Dehn- und Spannungsfugen konzipiert worden. Früher oder später dürften also auch hier auf die Kommune größere Investitionen zukommen.

Bedarf Das Haus in der Breite ist die Seniorenwohnanlage von Heiningen. Eröffnet Anfang der 90er-Jahre, hat sich der Bedarf in mehr als 25 Jahren stets bestätigt. Auch jetzt sind die 18 Wohnungen belegt – bis auf jene, die feuchtigkeitsgeschädigt ist und instandgesetzt wird. Es gibt eine Warteliste für Interessenten.

Sozialverträglich Lange Zeit hatten die Wohnungen eine Mietpreisbindung. Die wurde aufgehoben. Aber die Mieten sind nach wie vor niedrig, sagt Aida Scheiring von der Gemeindeverwaltung.

Betreuung Es gibt eine Grundbetreuung mit Hausnotruf und Hausmeisterin. Eine Infrastruktur ist da, sagt Scheiring. Mittagessen und Gemeinschaftsaktionen wie Spiele werden angeboten. Auch die Seniorenfachberaterin, eine Besonderheit für eine Landgemeinde wie Heiningen, ist im Haus. Nebenan kam im Laufe der Zeit das Pflegeheim der Wilhelmshilfe dazu. Eine Pflegebetreuung gibt es aber nicht.

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