Trinkwasser wird für Gemeinden billiger

Der Trinkwasserzweckverband Ostalb will die Umlage für die Gemeinden senken. Damit können auch die Gebühren für die Haushalte sinken.

ULRICH BISCHOFF |

Für den Zweckverband Wasserversorgung Ostalb steht das kommende Jahr im Zeichen der Konsolidierung. Knapp 2,6 Millionen Euro hat das Großprojekt "Anschluss an das Netz der Landeswasserversorgung" gekostet und dem Verband eine große Kraftanstrengung abverlangt.

Bereits im letzten Jahr, so Verbandsvorsitzender Roland Polaschek (Gerstetten) vor den Mitgliedern der Verbandsversammlung am Montag in der alten Bolheimer Turnhalle, habe der Verwaltungsrat daher empfohlen, 2011 einen Investitionsstopp einzulegen. Hierdurch könne eine außerordentliche Schuldentilgung geleistet werden, zumal die wichtigsten Investitionen erledigt seien. In der Folge gehe auch der Abschreibungs- und Zinsaufwand zurück, was letztlich eine Senkung der Umlage für die Gemeinden ermögliche. Polaschek zufolge soll der für 2010 auf 87 Cent pro Kubikmeter festgesetzte Satz im kommenden Jahr auf 86 Cent sinken. Bis 2014 hält der Verbandsvorsitzende sogar eine schrittweise Absenkung auf 81 Cent für möglich.

Polaschek erläuterte weiter, dass der Ausbau der Fernüberwachungszentrale für das 250 Kilometer lange Wasserleitungsnetz 2010 abgeschlossen ist. Alle wichtigen Anlagen seien aufgeschaltet. Damit könnten in der Gerstetter Betriebsstelle Störfälle sofort erkannt und behoben werden. Das Grundwasservorkommen ist für Polaschek "sehr zufriedenstellend". Es habe genügend Niederschläge gegeben.

Walter Banzhaf, technischer Betriebsleiter des Verbandes, stellte die wichtigsten Unterhaltungsarbeiten an den weitverzweigten Betriebsanlagen per Beamer vor, ging auf Außenkorrosionsschäden an den Leitungen ein und schilderte die Technik des Inlinerverfahrens, das 2011 bei Schalkstetten angewendet werden soll. Auf Interesse stieß auch die Fischtreppe in der Eyb.

Geschäftsführer Hans Günther Simon ging auf die finanziellen Vorteile ein, die der zweite Anschluss an das Netz der Landeswasserversorgung gebracht hat. Bei einem Fremdwasserbezug von 200 000 Kubikmeter werde diese Menge im Wasserwerk Überkingen eingespart. Der Wasserpfennig ermäßige sich hierdurch um 10 000 bis 12 000 Euro. Außerdem würden Energieförderkosten in Höhe von 30 000 Euro eingespart. Der Verbraucher profitiere auch durch "weicheres Wasser" (die GZ berichtete). Die Versorgungssicherheit für das obere Filstal sieht Simon nun deutlich erhöht. Einzige Investition 2011 bildet die Erneuerung eines Teils der Hauptversorgungsleitung zwischen Aufhausen und Stubersheim auf einer Länge von 1,3 Kilometern.

Nachdem die Bürgermeister Martin Joos (Bad Überkingen) und Jürgen Lenz (Böhmenkirch) nicht mehr zur Verfügung stehen und auch Bürgermeister Rainer Schaller (Steinheim) aus seinem Amt ausscheiden wird, wählte der Verband die Bürgermeister Matthias Heim (Bad Überkingen), Matthias Nägele (Böhmenkirch) und Olaf Bernauer (Steinheim) in den Verwaltungsrat.

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