Gefragte Gemeinschaftsschule

Wie funktioniert eigentlich die Schlierbacher Ganztagesschule? Schulleiterin Susi Eckle-Schaal gab dem Gemeinderat einen umfassenden Einblick. Fazit: "Unser Angebot wird sehr gut angenommen."

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Hausaufgaben soll es in der Gemeinschaftsschule nicht geben. Foto: dpa

"Unsere Schule ist eine Ganztagesschule, die sehr viel mehr als nur Betreuung bietet", machte Susi Eckle-Schaal direkt zu Beginn ihrer Präsentation deutlich. "Unser pädagogisches Konzept basiert auf unserem Leitbild", das, so die Schulleiterin, Schule als Lebensraum definiere und als Ort, in dem Schüler und Lehrer in einer Gemeinschaft lebten und lernten.

Wichtig dabei sei ein gutes Schulklima, das von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt ist. Das schließe natürlich auch die Eltern der Schulkinder mit ein. "Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern in der Ganztagesschule", erläuterte Eckle-Schaal. "Das ist die konsequente Fortführung von dem, was im Kindergarten bereits angeboten wird", machte sie auf die enge, nicht nur räumliche Vernetzung von Grundschule und dem benachbartem Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten mit seinem Ganztagesangebot aufmerksam.

Ziel der Arbeit in der Ganztagesschule sei es, den Kindern Selbstständigkeit, Anstrengungsbereitschaft und Teamfähigkeit zu vermitteln: Die Förderung dieser Schlüsselqualifikationen geschehe im Schulalltag etwa durch Methodenvielfalt im Unterricht, AG-Angebote wie neuerdings die Zirkus-AG und vielfältige unterrichtsbegleitende Projekte. "Wir streben eine möglichst enge Vernetzung der Schule mit der außerschulischen Lebenswelt an." So sei für das kommende Schuljahr auch eine Kooperation mit der Musik- und der Volkshochschule angedacht. Auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen sei vorbildlich, so Eckle-Schaal.

Die Eltern der Schulkinder sind von der Ganztagesschule überzeugt. "Unser Angebot wird sehr gut angenommen." Dennoch wird die Ganztagesschule weiterentwickelt und wird vom kommenden Schuljahr an von einer offenen Ganztagesschule zu einer Ganztagesschule in Wahlform. Das bedeutet, dass Schulkinder, die zu diesem Ganztagesangebot angemeldet sind, an drei Tagen der Woche sieben Zeitstunden in der Schule zubringen müssen. In diese Zeit zählen der Vormittags- und Nachmittagsunterricht sowie die freie Mittagszeit zum Essen in der Mensa, gemeinsamen Spielen oder auch Hausaufgaben erledigen ebenso wie die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften. "Wir wollen schon auch, dass die Kinder, wenn sie dann nach der Schule nach Hause kommen, keine Hausaufgaben mehr zu erledigen haben."

Natürlich können Eltern ihre Kinder auch weiterhin zur Grundschule ohne Ganztagesprogramm anmelden. Dafür scheint sich aber kaum noch jemand zu interessieren: Die meisten Eltern haben ihre Kinder für das kommende Schuljahr für die Ganztagesschule in Wahlform angemeldet.

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