Freude über den Bäcker im Dorf

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Das Angebot kommt an: Blick in die Bäckereifiliale von Michael Kauderer in Sparwiesen.  Foto: 

Schlechte Grundversorgung auf dem Dorf? Nicht in Sparwiesen. Der Uhinger Teilort hat seinen Metzger und jetzt auch wieder einen Bäcker. Seit fast einem halben Jahr.  Vorbei sind die Zeiten, als man wegen frischem Brot, knusprig-warmen Brezeln und, nicht zu vergessen lecker Kuchen, mit dem Auto oder gar dem Bus bis nach Albershausen, Hattenhofen oder Uhingen fahren musste.

„Es isch aber au Zeit gwea, dass mir wieder en Bäcker hen“, war der Satz, den Helene Greiner die ersten Wochen mehrmals am Tag hören durfte. Und das Resümee der Einheimischen und auch der treuen Kundschaft aus den genannten Orten, kann sich hören lassen. Es läuft.

Sehr gelobt werde die Auswahl an Brotsorten, berichtet die Filialleiterin, die das schon aus der Filiale Holzhausen kenne.  Was man im schönen Sparwiesen bekommen kann, das 1300 Einwohner zählt und einen lohnenden Durchgangsverkehr hat: Allein über 30 Brotsorten seien hier im täglichen Wechsel im Angebot. Einschließlich Sonntag. Das Stadt-Land-Gefälle – hier ist es nicht spürbar.

Für die Filialleiterin heißt der neue Arbeitsplatz: „Von einem Buckel auf den nächsten“, verrät die Uhingerin lachend, die sich in Sparwiesen wegen der vielen netten Leute ebenfalls sehr wohl fühlt. Neben den üblichen Backwaren, erfreuen sich außerdem Kuchen und Torten großer Nachfrage. Viele begrüßen auch da die große Auswahl, früher sei diese eher bescheiden gewesen, höre man immer wieder von der Kundschaft. „Wir haben nicht wenige, die kommen mehrmals die Woche, selbst aus den Nachbarorten und nutzen auch unser Café“, erzählt die Verkäuferin.

Letztere Auszeit vom Alltag spiele sich allerdings mehr drinnen als draußen ab. Eine ältere Dame, die gerade ihre „Vinsch­gauer“ und „Dinkel-Lattenkracher“ in die Tasche packt, meint, ohne ihren Namen nennen zu wollen: „Am helllichten Tag zum Vergnügen draußen sitzen, das muss sich erst noch einspielen.“  Nix schaffa, das sei man in Sparwiesen nicht gewöhnt.

Vielleicht liegt’s auch an den fehlenden Blümchen? Nichtsdestotrotz, am Wochenende gebe es immer mehr „Unerschrockene“, die es sich auf der Terrasse gemütlich machen.

Silke Tucker ist mit ihrem Mann Seszar und Sohn Neo aus Portsmouth, England gerade zu Besuch bei ihrer Mutter Maria Reuschel. Schön sei der Laden geworden, freut sie sich besonders für die Mama.

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