Freud und Ärger über Sanierung

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Es ist seit Oktober nochmal 100 000 Euro teurer geworden. Gemeinderat Friedrich Allmendinger legte den Finger auf die Anfänge der Kostensteigerung: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit Ihrer Bauvoruntersuchung“, kritisierte er die Architekten. Dass verfaulte Hölzer an der Holzständerbauweise zutage gekommen waren, hätte keine Überraschung sein dürfen. Herbert Rees bereute seine Zustimmung zur Sanierung. Weil 175 000 Euro für Unvorhergesehenes hinten und vorne nicht gereicht hätten. Weil man die Keller nicht nutzen könne. Und zur Planung: Bei den Raumhöhen habe man nachbessern müssen. Der Architekt räumte ein, dass man die Voruntersuchungen hätte „besser machen müssen“. Ungünstig sei gewesen, dass das Haus bewohnt gewesen sei. Teurer sei es auch geworden, weil man fast keinen Handwerker herkriege.

Bürgermeister Markus Wagner wollte bei den Kosten von 1,3 Millionen nicht nachhaken. Da stehe man nicht auch viel anders da als andere Gemeinden. Mehr liege ihm die Bauzeit im Magen. Die Vermietung ist von Juli auf September verschoben. Wagner verteidigt das Projekt. In der Gesamtschau sollte der Nutzen überwiegen. Das historische Gebäude bleibe dem Ort erhalten, man habe qualitativ guten Wohnraum zu vermieten, was den Bedarf ein stückweit abdecke. Das Haus sei auch Aufhänger für ein Sanierungsgebiet, das 1,5 Millionen Euro Zuschüsse bringe, auch für private Bauherren. Und die Bürgerschaft sei nach seinem Eindruck stolz auf das Ergebnis.

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