Freibäder sind für die Hitze gerüstet

Ein Hoch aus Spanien bringt den Sommer zurück in den Kreis. Die Wetterwarte in Stötten geht von heißen Tagen und lauen Nächten bis Sonntag aus.

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Ein Mann duscht im Freibad Bad Boll. Das heiße Wetter in den kommenden Tagen lädt zu einem Bad im Nass ein.  Foto: 

Dieses Jahr war im Vergleich zum vergangene recht wechselhaft und die Bilanz der Freibäder ist dadurch bislang ernüchternd. Aber in den folgenden Tagen kann abends nochmal der Grill angefacht werden und die Menschen im Kreis können sich einem der Bäder erfrischen.

Josef Oswald, Leiter der Wetterwarte Stötten, sagt ein bis Sonntag andauerndes Hoch voraus. Das verspricht laue Nächte und nahezu wolkenfreie, heiße Tage. „Das Hochdruckgebiet kommt aus dem Süden, genau genommen aus Spanien, und ist ziemlich stabil“, sagt Oswald. Erst am Montag könne es wieder wechselhafter werden. Aber soweit sei die Prognose nicht eindeutig. Der Wochenstart könne durchaus noch schön bleiben. Selbst auf der Alb sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen auf mehr als 25 Grad steigen. Die hochsommerlichen Werte seien durchaus normal, erklärt der Wetterexperte. „Altweibersommer. Der gilt nicht nur für September, sondern auch für den August“, sagt Oswald.

Angenehme Abende stehen also bevor, nur morgens soll es frisch sein. „Die Nächte sind schon wieder etwas länger, wodurch die Luft  stärker abkühlt.“ Deshalb steigen die Temperaturen am Morgen auf höchstens zehn Grad. Die Freibäder im Landkreis können sich nun auf die schönen Tage vorbereiten. Aber sind sie für den möglichen Ansturm gewappnet?

Jederzeit auf heiße Tage vorbereitet

In Bad Boll kann die Hitze kommen. Die Angestellten im Freibad seien jederzeit auf heiße Tage eingestellt und die Mitarbeiter sind da, wenn sie gebraucht werden. „Das Wasser ist nicht anders und das Eis wird uns sicherlich auch nicht so schnell ausgehen“, scherzt Heiko Blum, Betriebsleiter des Freibads.

Blum zweifelt daran, dass es in Boll zu einem Ansturm von Badegästen kommt, da viele Menschen im Urlaub sind. „Vor vier Wochen wäre das ein deutlich größerer Run gewesen“, meint Blum. Diese Woche rechnet der Betriebsleiter mit 1000 Besuchern. Wahrscheinlich aber erst am Samstag. „Unser Freibad gehört eher zu den kleineren im Kreis. Mit Göppingen können wir da nicht so gut mithalten.“

Die Bilanz in diesem Jahr war für das Freibad in Bad Boll schlecht, wie bereits vor zwei Jahren. Blum erwartet in den kommenden Tagen zwar einen Anstieg, aber die Gesamtzahl an Badegästen werde das nicht stark verändern.

Hoffnung auf Zustrom

In Ebersbach sind die Mitarbeiter zuversichtlich. „Das gute Wetter hätte viel eher einsetzen sollen“, sagt Marina Hauptmann, die im Waldhöhenfreibad Ebersbach an der Kasse sitzt. Die Stammkunden seien sowieso bei Wind und Wetter hier. Deswegen sehen das Hauptmann und ihre Kollegen relativ gelassen. „Trotzdem hoffen wir diese Woche natürlich auf einen Zustrom“, betont  sie.

Das Uhinger Freibad verstärkt in den kommenden Tagen das Personal. „Da wird halt jetzt der Lehrling eingesetzt oder ein Kollege muss einspringen“, sagt Peter Ryl, Betriebsleiter der Uhinger Bäder.

Spezielle Erwartungen habe er keine, die Bilanz sei in diesem Jahr nicht so prickelnd. Viele Besucher benötigten immer ein oder zwei Tage Anlauf, bis sie sich auf ins Freibad machen, hat Ryl festgestellt. „Aber das Wetter war dafür einfach viel zu unbeständig.“

Es bleibt abzuwarten, wie stark die Werte diese Woche ansteigen. Die Freibäder im Kreis laden jedenfalls bis Anfang oder Mitte September zum Erfrischen ein.

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