Freibäder im Landkreis machen Schotten dicht

Die Freibad-Bilanz fällt durchwachsen aus. Die einen verbuchen eine schlechte Saison, bei den anderen sieht’s besser aus.

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Saison-Ende im Schachenmayr-Freibad: Jetzt ist Aufräumen angesagt. Die Besucherzahlen fielen in Salach eher durchschnittlich aus. Die Bilanz der Freibäder im Kreis fällt unterschiedlich aus.  Foto: 

Die Saison war für viele Freibäder im Landkreis nicht die beste: Das wechselhafte Sommerwetter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Ulrich ­Becker, Gruppenleiter des Badebetriebs im Freibad Göppingen, hatte bis zuletzt gehofft, wieder die  Besucherzahl des Vorjahrs zu erreichen. Geschafft hat man das aber nicht: Nach Saisonende am 10. September zählte man insgesamt  85 414  Badegäste. Im Vergleich zum Vorjahr, als über 92 000 Besucher gezählt wurden, sind das fast 7000 weniger. „Trotzdem haben wir die Saison problemlos gemeistert“, meint Becker. „Es gab keine Unfälle oder andere Probleme und die Besucher hatten sehr viel Spaß.“

Im Schachemayr-Freibad in Salach konnte dagegen von einem perfekten Start in die Saison gesprochen werden, denn bis Ende Juni wurden so viele Badegäste gezählt wie Jahre zuvor in diesem Zeitraum nicht. Am Ende des Sommers stellte sich die Saison aber eher als durchschnittlich heraus, berichtet Silke Schöm­bucher, die zuständige Mitarbeiterin im Salacher Rathaus. „Wir liegen etwa 5000 Besucher unter der Zahl des letzten Jahres, als ungefähr 71 000 Gäste hier waren“, erzählt sie. Da war das Bad allerdings eine Woche länger geöffnet, denn der Herbst hatte noch ein paar goldene Tage. Genau wie in Göppingen konnten am vorletzten Sonntag die Drehkreuze ein letztes Mal in diesem Jahr passiert werden.

Im Lautersteiner Freibad war ebenfalls vorletzten Sonntag Schluss. Im Gegensatz zu Göppingen und Salach freut sich Timo Staudenmaier, Bademeister und Betriebsleiter des Schwimmbads, über sehr erfolgreiche Sommermonate. Er zählte 19 210 verkaufte Karten bis zum Ende der Saison. Etwa 8000 Gäste mehr als 2016 besuchten diesen Sommer das Freibad.

Der Kuchener Bürgermeister Bernd Rößner spricht trotz einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von einer eher unterdurchschnittlichen Freibadsaison. „Wir werden die Saison mit ungefähr 54 000 Badegästen beenden“, meinte der Bürgermeister. Mit dieser Schätzung lag er nicht verkehrt, denn am Ende waren es genau 54 004 Besucher, bestätigt der zuständige Rathausmitarbeiter Andreas Sapper. Das seien zwar mehr Gäste als in der vorigen Saison, als 51 834 gezählt wurden, jedoch deutlich weniger als in den Jahren davor, in denen an die 60 000 Eintrittskarten verkauft wurden, berichtet Rößner. Drei Tage nach Saisonschluss am 10. September hatten Stammgäste noch die Möglichkeit, von 9 bis 13 Uhr beim sogenannten Abbaden ihre letzten Bahnen im Freibad ziehen. Peter Ryl, Leiter des Badebetriebs im Freibad Uhingen, spricht von einer „eher durchwachsenen Saison“. Man habe zwar deutlich mehr Saisonkarten verkauft, die Zahl der Badegäste sei trotzdem schlecht ausgefallen. „Wir sind bei ungefähr 38 000 Besuchern,  6000 weniger als im Vorjahr“, berichtet Ryl. Damals seien es 44 000 gewesen, erzählt er. Das Uhinger Freibad machte am 17. September die Schotten dicht.

In Bad Boll endete die Saison am Montag vergangener Woche. „Mit ungefähr 45 000 Badegästen haben wir die Saison beendet“, sagt Betriebsleiter Heiko Blum. Im Vorjahr waren es etwa 43 500, erzählt er.

Knapp 76 000 Besucher und damit rund 10 000 weniger als im vergangenen Jahr verzeichnet EVF-Bäderbetriebsleiter Thomas Jaeger für das Freibad im Geislinger 5-Täler-Bad. Daran waren auch die Revisionsarbeiten schuld. „Wenn das Hallenbad geschlossen hat, ist bei schlechtem Wetter nichts los. Da fehlt einfach die Ausweichmöglichkeit“, berichtet Jaeger. Der Tag mit den wenigsten Besuchern war der 26. Juli, als sich gerade mal 20 Badegäste bei einer Außentemperatur von 16 Grad Celsius ins Wasser getraut hatten. Die höchste Besucherzahl wurde in Geislingen im warmen Frühsommer verbucht: 2500 Badegäste tummelten sich am 11. Juni im 5-Täler-Bad. 

Das Wiesensteiger Freibad dagegen knackte die Marke des vergangenen Jahres mit mehr als 9000 verkauften Karten locker. Im Vorjahr waren es fast 2000 weniger. Zu Beginn der Badesaison sei das Wetter besser gewesen und habe mehr Badegäste ins kühle Nass gezogen, erläutert Rathaus-Mitarbeiterin Michelle Böhringer. Entgegen vieler Unkenrufe sei es in Wiesensteig kaum kühler als im restlichen Fils­tal, fügt sie hinzu: „Wenn es woanders heiß war, lagen wir meist nur ein oder zwei Grad zurück.“ Im Ebersbacher Waldhöhenfreibad sorgten dieses Jahr Steffi Förste und ihr Team von Bädercoach für die Betreuung des Freibads. Sowohl Gäste als auch Hauptamtsleiter Günther Pfeiffer waren sehr zufrieden mit Förste und ihrem Team. Zahlen seien noch nicht erhoben, erklärt Mitarbeiterin Manda Karanovic. Die Saison endete am Sonntag mit der Aktion „Hundeschwimmen“.

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