Forum Thomas: Menschen mehr wertschätzen

Die Familiensynode der katholischen Kirche war jetzt Thema im Göppinger "forum thomas". Sie sei ein Hoffnungszeichen, komme aber spät, so das Fazit.

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Mehr Wertschätzung für die Menschen und mehr Bewusstsein für ihre Lebenswirklichkeiten, das forderte Johanna Rosner-Mezler, die Fachbereichsleiterin für "Ehe und Familie" in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, kürzlich im Göppinger "forum thomas". Die knapp 30 Teilnehmer bemängelten, dass die Familiensynode in Rom vom Oktober über Jahre hinweg zu spät gekommen sei. Auch wenn die Ergebnisse insgesamt ein Hoffnungszeichen seien, erwarteten viele eine theologisch fundierte, für Betroffene hilfreiche Praxis im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen sowie eine differenzierte und theologisch reflektierte Sicht auf Homosexualität.

Nach Ansicht von Rosner-Mezler kann die Kirche Paare und Familien durch begleitende, beratende und spirituelle Angebote stärken. Die Fachfrau will sich für eine intensivere Begleitung von Paaren und Familien sowie eine bessere Steuergerechtigkeit und mehr Familienförderung einsetzen. Die Diözese biete vielfältige Hilfe, die von der Unterstützung von Familien in Not über Ehe- und Familienberatung und Kinderbetreuung bis zu Angeboten für Familienferien reichten. Diese Angebote müssten aber noch stärker bekanntgemacht werden, sagte sie.

Die Referentin rief die Teilnehmer dazu auf, positiv und ermutigend über Ehe und Familie zu sprechen, dies aber auch vorzuleben. Sie dankte "mit allem Nachdruck" dafür, in Göppingen reden zu können, denn: "Ehe und Familie brauchen eine starke Unterstützung."

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