Förderungsprogramm für Energieberatung endet

Ende des Jahres endet das KfW-Förderprogramm "Energieberatung Mittelstand" - darauf weist jetzt die Initiative Energieeffizienz für Unternehmen im Landkreis Göppingen (iEnEff) hin.

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Energieberatung lohnt sich: Oft fängt das Energiesparen schon bei den Heizkosten an.  Foto: 

Noch bis Ende Dezember haben Firmen die Möglichkeit, sich eine hohe Förderung zu sichern. Zunehmend nutzten Unternehmen das im Jahre 2008 erstmals aufgelegte KfW-Förderprogramm zur Energieberatung im Mittelstand. Zum Einen, weil Energie immer teurer wird, in der Regel eine Vielzahl wirtschaftlich sinnvoller Einsparpotenziale aufgedeckt werden und der Gesetzgeber zukünftig verstärkt auf Energieeffizienznachweise bestehen wird. Zum Anderen, weil die Energieberatung eine Voraussetzung für die BAFA-Förderung "Systemische Optimierung" ist. Beide Programme sind somit eine ideale Kombination mit einem hohen Mehrwert für nahezu jedes Unternehmen, weiß einer der KfW-zugelassenen Energieberater und Mitbegründer der iEnEff, Christopher Goelz.

Derzeit wird die Energieberatung von der KfW noch mit 80 Prozent für die Initialberatung und 60 Prozent für die Detailberatung unterstützt - bei festgelegten Zuschüssen. Das BAFA-Programm "Systemische Optimierung" fördert wiederum Investitionen in Hocheffizienztechnologien wie LED-Beleuchtung, Wärmerückgewinnung, Druckluftsysteme, Lüftungstechnik, Antriebe, Messtechnik und so weiter mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent. Dieser "verlorene" BAFA-Zuschuss kann dabei einen Wert von 100.000 Euro erreichen. Damit ist die BAFA-Förderung in dieser Art einmalig, und die iEnEff rät den Unternehmen, sich jetzt um dieses Thema intensiv zu kümmern - und kurzfristig.

Das Förderprogramm der KfW auf Energieberatung endet am 31. Dezember 2014. Ein Nachfolgeprodukt der BAFA mit vergleichsweise auch noch ebenfalls sehr guten Konditionen folgt zum Jahresbeginn. Und: Das neue Förderprogramm der BAFA wird zukünftig unabhängig von einer bereits in Anspruch genommenen KfW-Energieberatung bewilligt. Damit ergibt sich für Unternehmen nur jetzt die einmalige Gelegenheit, eine Doppelförderung nacheinander zu nutzen - KfW- und BAFA-Energieberatung. Es wird daher allen Mittelständlern empfohlen, jetzt noch einen Antrag bei der KfW auf Förderung zu stellen. Dazu muss der Antrag aber bis spätestens 15. Dezember 2014 bei der IHK oder der Handwerkskammer eingegangen sein. Dann erhält das Unternehmen von der KfW noch eine Förderzusage für das alte Programm.

Anlässlich der besonderen zeitlichen Situation raten die Experten der iEnEff den Unternehmen auf die KfW-Initialberatung zu verzichten und gleich die KfW-Detailberatung zu beantragen, denn in der Kürze der Zeit ist eine vorgeschaltete Initialberatung nicht mehr zu leisten. Weiter gibt Reiner Lohse von der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen zu bedenken, dass der Weg zur BAFA-Förderung "Systemische Optimierung" nur über den Weg der Energieberatung geht, denn Voraussetzung dazu ist,ein "unternehmensindividuelles Energiekonzept", das einen Zuschuss bis zu 10 000 Euro kosten kann.

Unternehmen, die dem Thema Energieeffizienz bisher keine oder wenig Beachtung geschenkt haben, sollten das in Zukunft tun, denn ab 2015 werden sich die gesetzlichen Bestimmungen in diesem Punkt weiter verschärfen. Mittelfristig werden die meisten Unternehmen nicht umhinkommen, sich näher damit zu beschäftigen und die Energieeffizienz ihres Unternehmens regelmäßig nach den anerkannten Regeln nachzuweisen, so Experte Christopher Goelz. Zunächst werde dies sicher von einigen Unternehmen als staatlicher Eingriff empfunden. Aber dies sei eine Chance für die Betriebe, die Unternehmen viel Geld sparen kann, die Umwelt entlastet und zudem vom Staat massiv gefördert wird.

Die Einsparpotenziale und Möglichkeiten sind bei jedem Unternehmen unterschiedlich und einfach. Die iEnEff-Experten berichten immer wieder von Projekten, die bezuschusst werden. Bei einem aktuellen Projekt konnte das beratene Unternehmen durch die Analysen der iEnEff bei geringstem Aufwand 14.400 Euro im Jahr sparen. Das entspricht knapp 25 Prozent der Stromkosten. Ein anderer Kunde spart zukünftig Energiekosten von 72.000 Euro jährlich und freute sich unlängst über einen BAFA-Zuschuss von rund 98.000 Euro. Die Amortisation seiner Maßnahmen beläuft sich dabei auf gerade einmal 3,2 Jahre. Anträge zur KfW-Energieberatung Mittelstand werden online gestellt. Hilfe bei der Antragstellung leisten die iEnEff, die Energieagentur oder die WIF - Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen mbH.

IEnEff im Landkreis

Energiesparen Als erster Landkreis bundesweit bietet der Stauferkreis ein regionales Netzwerk kompetenter Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung und umfassendem Wissen aus Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollen durch gezielten Informationsaustausch und Beratungen gefördert werden, Energie und Ressourcen einzusparen und auch energieeffizienter zu agieren. Weitere Informationen.

 

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