First Ladies des Irish Folk

Am 17. März feiern Iren und Irlandliebhaber in aller Welt den St. Patricks Day. Bei der Rätsche im Geislinger Schlachthof gaben sich die "First Ladies des Irish Folk" die Ehre - die "More Maids".

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Die Christianisierung Irlands im 5. Jahrhundert wird dem Heiligen Patrick zugeschrieben und die Vertreibung aller Schlangen von der Grünen Insel. Unter vehementem Einsatz seines Bischofsstabs soll er das giftige Getier höchstpersönlich ins Meer gejagt haben.

Mit dem Stock vor sich hertreiben wollten die "More Maids" bei ihrem sehr gut besuchten Konzert am Samstag im Geislinger Schlachthof ganz sicher niemanden. Sie beließen es bei den treibenden Rhythmen der irischen Tanzmusik: Jigs, Reels und Slides sollten den Zuhörern Beine machen. Zum Tanzen blieb in der dicht bestuhlten Rätsche zwar leider wenig Platz, aber der Funke sprang trotzdem allmählich auf das Publikum über - auch wenn es anfänglich etwas humorvoller Nachhilfe durch die "More Maids" bedurfte, die gerne demonstrierten, wie man aufspielende Musiker nach echter Irish-Pub-Manier stilvoll anfeuert.

Die "More Maids - das sind Barbara Coerdt (Gesang, Irische Bouzouki), Barbara Hintermeier (Geige) und Marion Fluck (Flöten, Akkordeon). In ihrem Programm wechseln die drei Musikerinnen gekonnt zwischen fröhlichen Instrumentalstücken, bei denen sich Irische Querflöte und Fiedel gegenseitig schwindlig spielen, und elegischen Balladen, die eine ganz eigene Folk-Mythologie entfalten - düster und zauberhaft zugleich.

Die in ruhige und melancholische Melodien gekleideten Geschichten erzählen von vorbeiziehenden Wildgänsen, Blumen, die sanft in den Tälern blühen und spiegelglatt daliegenden Seen - und von den kleinen und großen Dramen und Tragödien, die sich in der idyllischen Landschaft abspielen: Kindsmörderinnen und Hexen, untreue Liebhaber und gefährliche Freier, verzweifelte Mädchen mit gebrochenem Herzen und eigenwillige Schönheiten tummeln sich in den Songs. Barbara Coerdts samtene Stimme, unterstützt vom eindringlichen Harmoniegesang ihrer Mitstreiterinnen, erwies sich als perfektes Sprachrohr für das traditionelle Liedmaterial zwischen Schönheit und Schaudern.

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