Fairplay zählt auch beim Becherstapeln

Am 25. April werden in der Eislinger Stadthalle die sechsten Kreismeisterschaften im Speed-Stacking ausgetragen. Damit alles fair ablaufen kann, wappnen sich derzeit die Schiedsrichterteams.

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Hände an die Becher und los geht's: Damit bei der sechsten Auflage des Staufer-Stacks alles fair abläuft, werden die Schiedsrichter geschult.  Foto: 

In mehreren Etappen werden die rund 30 Schiedsrichter für die Kreismeisterschaft im Becherstapeln (Speed-Stacking) im April geschult. Manuela Kothe, Repräsentantin des Weltverbandes der Speed Stacker (WSSA) in Baden-Württemberg, weist den "bunten Haufen" Schiedsrichter im Eislinger Jugendhaus Talx auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe ein.

"Ab 13 Jahren kann man Schiedsrichter werden, voraugesetzt man bringt Erfahrung im Becherstapeln mit", erzählt die Organisatorin, die gemeinsam mit Torsten Stähle zum sechsten Mal die international besetzte Kreismeisterschaft ausrichtet. "Unsere Teilnehmerzahl ist auf 200 begrenzt, dies gewährleistet, dass die einzelnen Wettbewerbe nebst Siegerehrung innerhalb des zehnstündigen Zeitrahmens stattfinden können." Stapler aus Russland und der Schweiz haben sich schon in Eislingen ein Stelldichein gegeben und einige werden auch in diesem Jahr wieder erwartet. Spielen werden die Teilnehmer um den Kreissparkassencup, um Medaillen und Pokale. Unterstützt wird der Staufer-Stack, unter Schirmherrschaft von Landrat Edgar Wolff, erneut von der Kreissparkasse Göppingen, den Volkshochschulen Göppingen und Eislingen, dem Kreisjugendring, der Stadt Eislingen sowie der NWZ. 3-3-3, 3-6-3 oder Cycle heißen die Disziplinen beim Speed-Stacking. Um das Dutzend spezieller Becher in atemberaubender Schnelligkeit von einer Richtung in die andere auf- und wieder abzubauen, bedarf es Können, Geschick, Feinmotorik und Konzentration. Obendrein macht es riesigen Spaß.

"Das ist einfach toll", sagt die elfjährige Alexia Lazaridou. Seit fünf Jahren begeistert sie das Tempo am Becherstapeln und gibt gleich eine Kostprobe in dem sie sensationell schnell die Becher in die Pyramide und zurück stapelt. "Alles Trainingssache", sagt sie lachend. Zum dritten Mal macht Alexia am 25. April in der Eislinger Stadthalle beim Wettbewerb mit und ihre Mutter Anastasia freut sich: "Ursprünglich wollte ich dadurch nur das Training der rechten und linken Gehirnhälfte bei meiner Tochter forcieren." Während Manuela Kothe viele Eventualitäten für den Tag X aufzeigt, lauschen die Schiedsrichter in spe aufmerksam der Schulung.

Was ist, wenn einer Linkshänder ist? Wenn ein Becher auf den Boden fällt? Und dürfen die Finger beim Starten den Becher berühren? Fragen über Fragen, die auf 29 Seiten in den WSSA Schiedsrichter-Informationen stehen, die Manuela Kothe ihrem Helferteam aushändigt. Bis ins Detail sind alle möglichen Vorkommnisse streng von der WSSA geregelt, damit alle Teilnehmer fair nach ihrer Leistung bewertet werden können. Neben einer gut geschulten Helfercrew ist ein großer technischer Aufwand nötig, denn nach dem Wettkampf werden die Speicherkarten über den großen Teich geschickt. Erst die WSSA-Experten in USA signalisieren dann aufgrund der exakten Prüfung der festgehaltenen Spielsequenzen über Sieg oder Niederlage.

Hundertstel Sekunden oder ein falsches Auflegen der Hand auf dem Zeitnehmer können vermeintliche Siegesträume wie Seifenblasen zerplatzen lassen. Auch Holger Seitzer musste im vergangenen Jahr warten, bis das Okay aus Amerika kam und er sich als Kreismeister 2014 feiern lassen durfte.

Info www.staufer-stack.de

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