Fahrradturnier: Souverän auf zwei Rädern

Mit der Kette in der Hand einen Kreis ausfahren, in einer schmalen Spur keine Klötzchen umwerfen: Die Anforderungen bei zwei ADAC-Jugend-Fahrradturnieren in Kuchen und Gingen waren hoch.

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Bevor Max startet, schaut er über die Schulter nach hinten. Dann fährt er los. Ohne Unsicherheit lenkt er sein Fahrrad über das fünf Meter lange, aber nur 19 Zentimeter schmale Spurbrett, löst die Herausforderung am Kreisel, wirft im Achter kein einziges Klötzchen um, merkt sich beim Spurwechsel die Zahl, rast per Slalom um die Stangen, um schließlich punktgenau zu bremsen. Damit ist Max Favorit der 13 Jungs und sechs Mädchen, die ihre Fahrkünste auf zwei Rädern beim Kuchener Schülerferienprogramm "Jugend-Fahrradturnier" miteinander messen.

Acht Aufgaben mussten die Acht- bis 15-Jährigen in ihren Altersklassen dafür praktisch lösen. Dazu kommt der Fahrrad-Check. Der kostet Max das Null-Fehler-Ergebnis, das er sonst geschafft hätte - an seinem Fahrrad fehlt die Klingel.

"Wichtig ist vor allem, dass die Kinder lernen, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen und dass sie mehr Sicherheit auf ihrem Rad entwickeln", erklärt Helmut Scheibein vom ausrichtenden ADAC-Ortsclub Geislingen. Er ist es auch, der mit den Schülern vor den Übungsfahrten den Parcours abläuft und ihnen erklärt, worauf es ankommt. "Lasst eure Fahrräder im Achter möglichst nur rollen, dann wackelt ihr nicht. Und wenn das Pedal an der Kurveninnenseite oben bleibt, werft ihr da die Klötze nicht um", gibt er den Jungradlern wertvolle Tipps. Hört sich einfacher an, als es ist. Beim Kreisel scheinen die Arme der Turnierfahrer immer länger zu werden, damit sie die Kette dort nicht loslassen müssen. Einhändig einen Kreis zu beschreiben und die Kette schließlich wieder abzulegen, schaffen nur wenige Kinder.

"Ach, das ist ja voll peinlich, wenn alle Klötze umfallen", seufzt ein Zehnjähriger beim Achter, den er eigentlich ohne Klotz-Kontakt durchfahren sollte. Zu seiner Erleichterung stellt er aber fest, dass das auch den meisten anderen passiert.

Die Einzige, die am Ende Max das Wasser reichen kann, ist Selina. Auch sie hat sich mit nur einem Fehlerpunkt für das württembergische ADAC-Fahrradturnier qualifiziert.

Am Vormittag hatte das Turnier in Gingen mit acht Teilnehmern stattgefunden. Hier schaffte Robin die Bestmarke von null Fehlerpunkten und hat sich seinen Pokal damit zu 100 Prozent verdient.

Die Ergebnisse der Turniere

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