Fachleute legen Fokus auf fünf Gebäude

Zum Tag der Architektur waren fünf verschiedene aus der "Alltags"-Architektur herausragende Gebäude besichtigt worden. 50 Teilnehmer waren bei der Bustour durch den Landkreis mit dabei.

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Durch die breit gefächerte Auswahl von gewerblichen und öffentlichen Gebäuden waren die Teilnehmer der organisierten Busrundfahrt vom Architekten Gerrit Klaus, Vorstandsmitglied der Kammergruppe Göppingen, im Bus mit Informationen zu den anstehenden Objekten versehen worden. Der Tourbus startete an der EWS-Arena in Richtung Ebersbach, um dort das nahezu fertiggestellte Kinderhaus in Augenschein zu nehmen. Mit einer zweigeschossigen Konzeption, lichtdurchfluteten und sehr detail- und ideenreich gestalteten Räumen hätten die für den Entwurf verantwortlichen Architekten Nenad Popovic und Norbert Behringer die Besucher begeistern können. Nach einer kurzen Busfahrt ging es nach Bad Boll zur Besichtigung der Neubebauung des Bahnparks. Mit der Kreisbau Filstal als Investor und dem Architekturbüro Gaus und Knödler seien in einem Wettbewerbsverfahren zwei Partner gefunden worden, die in einer geschickten Gebäudeplatzierung und einer harmonisch gestalteten Gesamtanlage die ehemalige Bahnfläche zu einer attraktiven Wohnsiedlung umgestalten konnten. Bürgermeister Rudi Bührle erläuterte die Entstehung des Wettbewerbs, Architekt Christian Gaus führte die Gruppe durch die Anlage. Auch die energetische Auslegung der Wohnanlage mit einer entsprechenden Energiebilanz durch Einsatz von Luftwärmepumpen und einer Photovoltaikanlage auf den Dachflächen habe große Anerkennung gefunden.

Weiter ging die Busfahrt nach Süßen, wo in der Stadtmitte mit dem Neubau des Kompetenzcenters der Kreissparkasse (KSK) das nächste Ziel erreicht war. Das Engagement der KSK Göppingen sowie die konsequente Umsetzung des Entwurfs habe in Süßen mit dem Neubau des Kompetenzcenters aus der Feder des Göppinger Architekturbüros Dauner-Rommel-Schalk nicht nur dringend benötigte Flächen für eine zentralen Kundenservice, sondern auch ein modernes Gebäude mit energieeffizienter Ausstattung auf hohem Niveau beschert. Nutzung von Heizung und Kühlung des Gebäudes durch Entnahme von Flusswasser aus der Fils sowie eine filigran durchgearbeitete Gestaltung der Natursteinfassade würden das städtisch wirkende Gebäude an der Filsbrücke auszeichnen. Nach einer Besichtigung der Besucher und der ansonsten nicht öffentlich zugänglichen Beratungsflächen unter der Regie der anwesenden Architekten brach die Schar Architekturinteressierter zur nächsten Station auf und war mit dem Reisebus am historischen Stadtmuseum "Storchen" in Göppingen angekommen.

Erst letzte Woche nach einer drei jährigen Sanierungsphase wiedereröffnet, konnten die 50 Kulturinteressierten den Einbau des gläsernen Fluchttreppenhauses mit Aufzugsanlage begutachten. Projektarchitekt Dr. Mayer vom Hochbauamt Göppingen empfing die Besucher und stellte die Umbaumaßnahme am historischen Gebäude vor. Aufgrund der historischen Bausubstanz musste bei der Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen mit viel Akribie und Fingerspitzengefühl vorgegangen werden. Dass dies den Planern des städtischen Hochbauamtes hervorragend gelungen sei, hätten die Teilnehmer bei einem Rundgang erfahren. Nur ein paar Meter entfernt konnte dann die letzte Station der Architekturrundfahrt besichtigt werden. Vom Göppinger Architekturbüro Klaus von Bock wurde die ehemalige Fabrikhalle der Firma Böhringer mit viel Geschick zu einem Dienstleistungsgebäude mit großem Einkaufsmarkt und Gewerbeeinheiten umgebaut. Mit viel Tageslicht durch das durchlaufende Oberlicht und einer sinnlichen Atmosphäre durch die Relikte der Fabrikzeit, wie Kranbahn und Trägerwerk versehen, konnte der Umbau mit einer einzigartigen Stimmung punkten.

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