EVF baut Rechenzentrum im Stauferpark

Der Göppinger Energieversorger EVF investiert sechs Millionen Euro in ein neues Geschäftsfeld.

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    Schaufeln für das digitale Zeitalter: Die EVF baut ein Rechenzentrum. Foto: 
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    So soll das geplante Rechenzentrum aussehen. Foto: 
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Im Juli 2016 hat die Energieversorgung Filstal (EVF) ihre Geschäftsfelder erweitert:  Das Unternehmen stieg mit 49 Prozent bei der Göppinger IT-Firma Imos ein, um so auch Geld in der Telekommunikations- und Internetsparte zu verdienen.

Nach dem Einstieg folgte am Montag der symbolische Spatenstich für ein Rechenzentrum im Göppinger Stauferpark. Unter anderem setzte sich Oberbürgermeister Guido Till einen Bauhelm auf und warf mit der Schaufel Erde in die Luft. Die EVF habe sich bisher mit Wasser, Strom und Gas beschäftigt, sagte Till. „Heute geht es um eine neue Kernkompetenz.“ Das Rechenzentrum sei ein sichtbares Zeichen des Aufbruchs in ein neues Zeitalter, in dem die EVF ihr Serviceangebot erweitert. „IT ist kein Luxus mehr, sondern gehört zum Leben dazu.“

Mit dem neuem Geschäftsfeld wolle man das Image modernisieren, sagt EVF-Geschäftsführer Dr. Martin Bernhart. Schon im Jahr 2016 wurden 35 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Zahlreiche Firmenkunden in Göppingen und im westlichen Teil des Kreises sind schon an das EVF-Netz angeschlossen und werden von Imos mit individuellen Breitbandlösungen versorgt. „Die Daten müssen irgendwo auch gespeichert werden“, meinte Bernhart. Dafür baue man das Rechenzentrum, das rund sechs Millionen Euro kosten wird: Auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern werden knapp 150 „IT-Racks“ – also Server-Schränke – untergebracht. Diese können von Firmenkunden gemietet werden, um dort ihre Server ausfallsicher unterzubringen. Die ersten Server könnten im Neubau bereits 2018 eingebaut werden, sagte Bernhart. Die Anschlussleistung des Rechenzentrums liege bei 500 Kilowatt, was etwa 25 Schnellladesäulen für Elektroautos entspreche.

„Der Kunde geht in das Rechenzentrum, installiert seinen Server und wir passen auf, dass es funktioniert“, sagt Peter Naab, Leiter der technischen Hauptabteilung der EVF. Eine extra Abteilung  für das Rechenzentrum werde nicht eingerichtet. Stattdessen habe die EVF Bereitschaftsdienste, die sich um Probleme kümmern sollen.

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