Eschenbacher Krautfest lockt zur Party

Essen, trinken, schwitzen, tanzen – beim 39. Eschenbacher Krautfest feierten nicht nur Eschenbacher fröhlich bis in die laue Sommernacht hinein.

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  • Beim Krautfest verkauften die Landfrauen begehrtes Brot aus dem Holzofen.  1/3
    Beim Krautfest verkauften die Landfrauen begehrtes Brot aus dem Holzofen. Foto: 
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    Die Landfrauen hatten viel zu tun. Foto: 
  • Jede Menge Applaus gab’s für die Tanzmäuse, die Tanzhühner und die Happy Dancers des TSV Eschenbach. 3/3
    Jede Menge Applaus gab’s für die Tanzmäuse, die Tanzhühner und die Happy Dancers des TSV Eschenbach. Foto: 
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Wenn in Eschenbach freitags und samstags dicker Rauch in der Dorfmitte aufsteigt, ist Krautfest. Dann wird im Backhaus gebacken was das Zeug hält. Auch dieses Jahr hatten die Landfrauen von Freitag früh bis in die Nacht Teig gemacht und unzählige Brote gebacken.

Die Holzbackofenbrote sind beim samstäglichen Krautfest, das traditionell am ersten Feriensamstag stattfindet, nämlich der Renner. „Gibt’s no ois?“ Der ältere Herr der gegen 14 Uhr nachfragt, hat noch Glück. Am Backhaus herrscht bereits wieder hektische Betriebsamkeit. Die hochbegehrten „Bätscher“ müssen in den Ofen.

Drei junge Leute, die gerade ihre Räder abschließen, sind extra von Göppingen her geradelt. „Wegen der leckeren Bätscher“, verraten sie. Den Landfrauen ist es warm. Pünktlich zum Eschenbacher Krautfest ist der Sommer zurückgekehrt. Der Tradition des kollektiven Schwitzens steht nun nichts mehr im Wege. „Die Eschenbacher sind brav gewesen“, erklärt Bürgermeister Thomas Schubert die Gunst des Himmels. Zum Glück gibt es kühle Getränke und vielleicht beim Fassanstich auch eine kleine Bier-Dusche? Doch daraus wird nichts. Die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens setzt bei ihrem Fass­anstich-Debüt auf gefühlvolle Schläge.

Im Anschluss gibt es jede Menge Applaus für die „Tanzmäuse“, die „Tanzhühner“ und die „Happy Dancers“ des TSV Eschenbach, die wie jedes Jahr das Publikum begeistern und beim Krautfest genauso traditionell mit von der Partie sind wie der Musikverein Heiningen-Eschenbach.

Spielstraße, Kinderschminken, Kasperletheater, Pferdekutschfahrt – während für die Kleinen allerhand Unterhaltsames geboten ist, frönen die Großen dem kulinarischen Angebot. Nachdem der Rauch nachgelassen hat, steigt den Besuchern der typische Krautfestduft in die Nase.

Erst Kaffee und Kuchen oder doch gleich einen Haxen mit Kraut? Wer es nicht ganz so deftig mag, findet auch andere Sachen. Die teilnehmenden Vereine sorgen für ein breites Angebot.

Am Abend ist wie immer die Tanz- und Showband „Last Minute“ dafür zuständig, die Gäste auf Betriebstemperatur zu bringen. Die volle Tanzfläche zeigt, dass vielen „sitzen und schwitzen“ nicht genug ist. Was wäre ein Fest ohne die Gelegenheit zum Tanzen, Rocken und Mitsingen? „Last Minute“ hat die musikalische Prise parat, die im Festkraut der Eschenbacher „Krautbäuch“ noch zum Abfeiern bis in die Morgenstunden fehlt.

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