Tourismusverbände sollen stärker kooperieren

Die beiden Tourismusverbände im Kreis sollen stärker zusammenarbeiten. Auch eine Zusammenführung ist im Gespräch.

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Im Kreis Göppingen gibt es zwei Tourismusverbände – sie sollen stärker zusammenarbeiten.  Foto: 

Im Kreis gibt es viel zu sehen. Damit das möglichst viele Menschen mitbekommen, vor allem die Auswärtigen, gibt es die Tourismusverbände Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) und Stauferland. Beide werden vom Landkreis finanziell unterstützt. Schon länger gibt es Überlegungen, die Kräfte zu bündeln. In welcher Form, darüber beriet jetzt der Verwaltungsausschuss des Landkreises.

Zwei Alternativen sind denkbar: Eine Zusammenlegung der beiden Verbände auf Kreisgebiet oder eine verstärkte Kooperation der beiden, verbunden mit einem Neustart der Touristikgemeinschaft Stauferland. Ein Neustart ist dort auch deshalb notwendig, weil Stauferland nach der Kündigung des bisherigen Geschäftsführers Holger Siegle seit Anfang Oktober ohne einen hauptamtlichen Geschäftsführer agiert.

Die Stadt Göppingen hat die Geschäftsführung zunächst übernommen, berichtete OB Guido Till, der auch Vorsitzender der Touristikgemeinschaft Stauferland ist. Zunächst soll die Stelle nicht wiederbesetzt werden, um die aktuelle Diskussion nicht zu behindern. Die Zielrichtung ist allerdings klar: Die Ausschussmitglieder und Landrat Edgar Wolff sind auf lange Sicht für eine Bündelung der Touristik-Kräfte im Landkreis in einem Verband. Dann lassen sich auch Doppelstrukturen und damit Kosten für unterschiedliches Werbematerial und getrennte Messeauftritte vermeiden.

Auch Till steht dieser Idee offen gegenüber, machte allerdings deutlich, dass das nicht so einfach ist: „Die Region Stauferland erstreckt sich über zwei Landkreise, Göppingen und Ostalb.“  Wenn Stauferland beendet würde, würden die Städte Göppingen und Schwäbisch Gmünd ihre Tourismus-Arbeit fortsetzen. „Kleinere Gemeinden, die in dem Verband organisiert sind, hätten aber ein Problem.“ Vor allem für die, die nicht auf der Sonnenseite liegen und nicht so viel zu bieten hätten, würde es dann schwierig. Denn sie profitierten von der Arbeit des Vereins, der sich um die gesamte Region kümmert. Außerdem sei der Name Stauferland eine starke Marke, deren Identität erhalten bleiben müsse.

Stark ist allerdings auch die ESA. Bei der Präsentation der Arbeit der beiden Verbände im Ausschuss wurde klar, dass ESA sehr gut aufgestellt ist. Von aktuellen Wanderkarten bis zur Werbung für die Region im Ausland – Geschäftsführerin Isabell Noether überzeugte die Kreisräte von ihrer Arbeit. Auch ESA-Vorsitzender Frank Dehmer, Geislingens OB, ist offen für eine stärkere Zusammenarbeit. Mit Hilfe einer Tourismusberatungsfirma und in Gesprächen mit allen Beteiligten soll nun geprüft werden, wie eine bessere Bündelung aussehen kann. Wiedervorlage im Ausschuss: Mitte 2018.

Info Die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) bekam von 2013 bis 2016 vom Kreis jährlich 50.000 Euro, im laufenden Jahr sind es 35.000 Euro. Die Touristikgemeinschaft Stauferland erhielt von 2014 bis 2017 von den Landkreisen Göppingen und Ostalb jährlich je 25.000 Euro.

Die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) wurde von 2013 bis 2016 vom Landkreis Göppingen mit jährlich 50.000 Euro unterstützt. 2017 betrug der Zuschuss noch 35.000 Euro. 30 Orte von Albershausen bis Zell unter Aichelberg haben sich dem Verein angeschlossen, der sich neben vielem anderem besonders um Aktivurlaub wie Wandern und Radfahren mit oder Elektroantrieb in der Region kümmert. Die Geschäftsstelle des Vereins ist im Haus des Gastes in Bad Überkingen.

Die Touristikgemeinschaft Stauferland erhielt von 2014 bis 2017 von den beiden beteiligten Landkreisen Göppingen und Ostalb jährlich je 25.000 Euro. Viele Gemeinden aus den beiden Landkreisen sind Mitglieder des Vereins. Die Region Stauferland erstreckt sich zwischen Rems im Norden und Fils im Süden, im Westen bis zum Schurwald und im Osten bis zum Kalten Feld. Die Geschäftsstelle des Vereins ist im Göppinger Rathaus.

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