Erfolgreiche Überzeugungsarbeit des Rektors

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Rektor Erich Ege hat den Gemeinderat von der Digitalisierung der Messelbergschule überzeugt.  Foto: 

„Ihre Überzeugungsarbeit hat offensichtlich funktioniert“, meinte Bürgermeister Martin Stölzle in Richtung Erich Ege, Schulleiter der Messelbergschule. Einstimmig votierte der Gemeinderat am Montagabend dafür, ab dem kommenden Schuljahr alle rund 200 Schüler mit Miet-Tablets für den Unterricht auszustatten. Zuvor hatten sich die Gremiumsmitglieder bei einer zweistündigen Vor-Ort-Besichtigung an der Gemeinschaftsschule zeigen lassen, wie das Digitalisierungssystem funktioniert und welche Vorteile es bringen soll. „Zunächst war ich dagegen, bis mir die Lehrer gezeigt haben, dass wir das an der Schule wirklich brauchen können“, meinte Stadtrat Jürgen Hofele (CDU). Er gab zu bedenken, dass bei aller Digitalisierung nicht vergessen werden dürfe, dass die Gesellschaft das Handwerk brauche und dessen Förderung an der Gemeinschaftsschule nicht zu kurz kommen dürfe: „Wenn alle Schüler mal studieren und niemand mehr baut – sollen wir dann Häuser und Gebäude aus dem 3-D-Drucker bewohnen?“, fragte er sich. Parteikollege Matthias Habla indes wünschte sich als Ergebnis, dass die Fähigkeiten der Schüler in Sachen „Lesen, Schreiben, Rechnen“ durch die neue Technik besser würden –  jedenfalls „besser als bisher, da ist eindeutig noch Luft nach oben“, sagte Habla.

Joachim Blessing von der Freien Wählervereinigung indes wollte wissen, ob die Eltern bei der Befragung überhaupt die explizite Möglichkeit gehabt hätten, die Teilnahme abzulehnen: „Hat es ein Nein-Kästchen gegeben?“, fragte Blessing, was Schulleiter Ege positiv beschied. Lehrer Jan Albrecht, der die Digitalisierung der Gemeinschaftsschule technisch betreut, betonte, dass Schüler, die nicht mitmachen würden, vorhandene Rechner als Zugang zum System benutzen könnten.

Die Eltern zahlen für das Miet-Tablet 120 Euro im Jahr, die Stadt Donzdorf schießt den Rest von insgesamt rund 18 000 Euro pro Jahr hinzu. „Nächstes Jahr kommen Sie wieder in die Gemeinderatssitzung und berichten Sie, ob sich der Einsatz der Geräte auch lohnt“, sagte der  Bürgermeister zum Rektor. Die Verträge mit der Mietfirma aus München, die I-Pads von Apple liefern wird,  laufen zwei Jahre und könnten dann bei „Nicht-Gefallen“ rechtzeitig gekündigt werden.

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