Enorme Vielfalt beim Dance-Festival in Rechberghausen

Meldung vom Cockpit der "Airline Rechberghausen" an Tower Göppingen: Jungfernflug zum "Dance-Festival - World around" war ein voller Erfolg. Passagiere begeistert, bitten um zweite Starterlaubnis 2014.

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Sie steppten und tanzten sich beim ersten Rechberghäuser Dance-Festival auf den ersten Platz: Die "Staufer Irish Dancers".  Foto: 

Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf. Aber nicht vor lauter Ärger, sondern als "Airline-Pilot" holte er mitsamt seiner "Crew" gemäß dem Motto "World around" die unterschiedlichsten Gruppen der modernen Tanzszene ab.

Vor zwei Jahren hatte Corina Viohl das erste Tanzfestival dieser Art in Bünzwangen ins Leben gerufen. Die Idee, der breiten Öffentlichkeit die vielfältigen Aspekte der gegenwärtigen Tanzkultur zu präsentieren, fand der Schultes prima. Eine "Verlängerung" der närrischen Tage beantragten gleich drei Abteilungen der örtlichen Narrenzunft Furchenrutscher, die, quasi "noch in Übung", gewohnt zackig und in spritzigen Formationen ihre Beine schwangen.

Doch auch die Verfechter des modernen Jazz-Dance, bisweilen mit Hip-Hop-Elementen, kamen dank gleich mehrerer Gruppen auf ihre Kosten. "Die Aufregung fiel schlagartig ab, als wir auf der Bühne vor so vielen Zuschauern tanzen konnten", verrät Sabrina Neumann von den "Precious Dancers" des TV Uhingen. Nicht minder ausdrucksstark die Vorführung der Ballettschule Spieth, deren zeitgenössische Performance recht viel Mut von den jungen Tänzern erforderte. Zunächst als Eiswürfel eingefroren, tauten "Temptation" aus Birenbach mit der Musik auf und brachten dank sehenswerter Bühnenshow das Publikum zum Schmelzen.

Gleichfalls ein Hingucker waren die "Uhinger Montagskrücken", die sich im Gegenzug zu ihrem Künstlernamen äußerst biegsam zum rockigen Queen-Medley zu bewegen wussten. Abwechslungsreich und leidenschaftlich zugleich ging es mit einem feurigen Flamenco weiter, bei dem die Damen mal mit Hut, Tuch oder Schleppe, meist unter dem Klang der Kastagnetten, ihr Können zeigten.

Was den Beifall anbetraf, hatten die "Peer Pressure" wohl ihren eigenen Fanclub dabei. Recht professionell wie facettenreich bewegte sich das Trio zu den meisten Musiktiteln. Zuerst mit soften und danach mit harten Schuhen holten die "Staufer Irish Dancers" mit Frontmann Branko Dorosuli die grüne Insel zumindest tanztechnisch nach Rechberghausen. Zu Recht steppten und tanzten sich die Ottenbacher auf den ersten Platz.

Alles in allem war es eine kurzweilige, wechselvolle wie gut organisierte Veranstaltung, durch die Moderatorin Laura Carrino hervorragend führte. Einziger Kritikpunkt: Die zeitgleiche Bewirtung brachte sehr viel Unruhe in den Saal. Bei einer Fortsetzung wäre eines für alle Beteiligten und die Zuschauer wünschenswert: erst essen, dann gucken.

Info: Die Platzierungen: 1. Platz: "Staufer Irish Dancers" vom TSV Ottenbach. 2. Platz: "Peer Pressure", Tanzschule Schwehr Göppingen. 3. Platz: "Schlossgarde", Blau-Weiße Rutscher, Narrenzunft Furchenrutscher Rechberghausen. Jury-Mitglieder waren Winne Seybold von der Tanzschule Bartholomay, Suse Spieth von der Ballettschule Spieth, beide aus Göppingen und Bürgermeister Reiner Ruf.

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