Energieberater informiert über KfW-Kredite

"Spitzenausgleich" - betroffen sind davon Unternehmen, die mit wenigen Mitarbeitern einen hohen Stromverbrauch haben. Damit sie Anspruch darauf haben, müssen sie nachweisen, dass sie Einsparmöglichkeiten nutzen.

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Als 1990 die Stromsteuer zur Entlastung der Rentenkassen eingeführt worden war, wurde für Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch und vergleichsweise wenigen Mitarbeitern eine Ausgleichszahlung geschaffen. Sie erhalten einen sogenannten "Spitzenausgleich". "Bei manchen Unternehmen ist das richtig viel Geld", weiß Christopher Goelz vom Wangener Unternehmen "VISIOfacto - Individuelle Energiekonzepte und Lösungen". Diese Ausgleichszahlungen werden in Zukunft aber nur noch dann erstattet, wenn im Unternehmen ein Energieaudit stattgefunden hat. Dazu allerdings sind umfangreiche Voruntersuchungen notwendig, die zum einen den Energieverbleib, die tatsächlichen Energieverbräuche aufdecken und gleichzeitig Einsparpotentiale aufzeigen. Diese Untersuchungen bieten verschiedene Verbände an - für viel Geld. "5000 bis 15.000 Euro sind für diese Audits keine Seltenheit", weiß der erfahrene Energieberater.

Das Geld sei in dieser Größenordnung zudem ganz unnötig ausgegeben. Denn die Kreditanstalt für den Wiederaufbau, kurz KfW, übernimmt einen Großteil der Kosten für kleine und mittelständische Unternehmen. "Für eine erste Beratung bis zu 80 Prozent von 1600 Euro, bei einer weiteren Detailberatung 60 Prozent von bis zu 8000 Euro", erläutert Goelz. Und erwähnt fast nebenbei, dass Investitionen in Energiesparmaßnahmen, die aus der Beratung hervorgehen, von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) im Rahmen der sogenannten "systemischen Optimierung" bis zu einem Betrag von 100.000 Euro mit rund einem Drittel übernommen werden.

Der verbleibende Eigenanteil von 70 Prozent kann dann über einen zinsgünstigen KfW-Kredit ab 1,5 Prozent finanziert werden. Goelz ist davon überzeugt, dass es auch im Landkreis eine ganze Reihe von Unternehmen gibt, die von der KfW-Beratung als Grundlage für ein Energieaudit, das wiederum Voraussetzung ist, um weiterhin den Spitzenausgleich zu erhalten, profitieren könnten. "Leider ist dies alles viel zu wenig bekannt", sagt Goelz. Selbst Kammern und Verbände wüssten kaum um die Fördermöglichkeit durch die KfW und BAFA. Erst jüngst habe ein Einzelhändler, der seine Geschäftsräume neu gestaltet, erst zufällig von der Fördermöglichkeit erfahren und so mehrere 10 000 Euro eingespart. Das Gutachten, das die KfW fördere, habe zudem den wichtigen Effekt, dass die Unternehmen detailliert aufgezeigt bekommen, wo sie Energie einsparen können - in Zeiten, in denen die immer teurer werde, gewänne dies zunehmend an Bedeutung.

Energieberatung VISIOfacto

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