Elektrobusse sind zu schwer

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Bürgermeister Julian Stipp (l.) hat Johannes und Edeltraud Frey die Landesehrennadel überreicht.  Foto: 

Seit bald 15 Jahren verbessert in Salach ein Bürgerbus die Anbindung der Ortsteile. Der Bürgerbusverein war der erste in Baden-Württemberg, der ein solches Zusatzangebot zu den herkömmlichen Bussen auf die Beine gestellt hat. Am Sonntag trafen sich in der Staufeneckhalle etwa 60 Delegierte des Landesverbandes „Pro Bürgerbus“. In diesem Rahmen erhielten Edeltraud und Johannes Frey vom Salacher Bürgerbusverein die Ehrennadel des Landes überreicht. Die Auszeichnung nahm Bürgermeister Julian Stipp vor.

Der Landkreis, wo in vier Gemeinden Bürgerbusvereine aktiv sind (siehe Info), ist stark im Landesverband vertreten. Die Dachorganisation der Vereine wurde vor drei Jahren in Uhingen gegründet. Der Präsident des Landesverbands ist der Geislinger SPD-Landtagsabgeordnete Sascha Binder. Am Sonntag wählte die Versammlung zudem den Salacher Johannes Mayer als Vizepräsidenten des Verbandes.

 Die Versammlung hat zudem Forderungen an die Landesregierung formuliert. Zum einen geht es um die Förderung der Bürgerbusse und ihrer Trägervereine. Künftig soll zwischen Investitionen und Institutionen unterschieden werden. Der Kauf der Busse soll über einen eigenen Posten bezuschusst werden. Bisher gibt es 30 000 Euro pro Fahrzeug. Die Vereine fordern aber, dass niederflurige Fahrzeuge stärker gefördert werden. Zudem sollen die örtlichen Vereine als Institutionen bezuschusst werden, erläutert der Vorsitzende des Salacher Vereins, Johannes Frey. Bisher gab es einen direkten Zuschuss für die Tests zum Erlangen der Personenbeförderungsscheine.

Weiteres Thema ist das Gewicht von Elektrobussen. Weil diese wegen der Batterien schwerer sind als herkömmliche Fahrzeuge, kann bei acht Passagieren das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen überschritten werden. Das Land soll sich dafür einsetzen, die Gewichtsgrenze auf 4,25 Tonnen zu erhöhen. Laut Frey hat jetzt ein Hersteller ein leichteres Fahrzeug angekündigt, das die 3,5-Tonnen-Grenze einhalten könne. Jedoch komme der Bus für viele Vereine nicht in Frage, weil die Reichweite nur bei 80 Kilometer liege.

Edeltraud und Johannes Frey engagieren sich seit den Anfängen für den Salacher Bürgerbus. Frey ist seit der Gründung Vorsitzender des Vereins. Ihm wird ein großer Teil der guten Entwicklung zugeschrieben. Frey hat sich auch für die Gründung des Landesverbandes stark gemacht. Seine Frau Edeltraud war ebenfalls von Anfang an dabei. Im Vereinsvorstand kümmerte sie sich um Planung und Organisation. Sie teilt zum Beispiel die Fahrer ein. Sie ist auch für das Bürgerbus­café, das vor kurzem in Salach gegründet wurde, zuständig.

Vereine Im Landkreis sind vier Bürgerbusvereine aktiv: In Salach, Süßen, Uhingen und Ebersbach.

Landesverband Dem Landesverband gehören 27 Vereine an. Sie sendeten etwa 60 Delegierte nach Salach. Im Land gibt es laut Johannes Frey 45 Bürgerbusvereine. Nicht alle sind im Landesverband.

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