Elektro-Bürgerauto "Rechi" feiert Geburtstag

Über das Rechberghäuser Bürger-Elektroauto, den "Rechi" wurde sogar schon ein Gedicht geschrieben. Jetzt feiert er seinen zweiten Geburtstag.

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Einige der derzeit 13 Fahrer des "Rechi" mit dem Elektro-Bürgerauto vor dem Rechberghäuser Rathaus.  Foto: 

Das Bürger-Elektroauto der Gemeinde Rechberghausen, der „Rechi“, feiert in diesem Monat seinen zweiten Geburtstag und ist vor allem bei älteren Rechberghäusern seit seiner Einführung im September 2014 beliebt. Die rufen einen Tag vor der geplanten Fahrt die Mobilfunknummer (0175) 340 33 93 an, werden dann zu Hause abgeholt und an das gewünschte Ziel innerhalb Rechberghausens oder zum einzigen Ort außerhalb der Schurwaldkommune, zur Wilhelmshilfe nach Bartenbach, gefahren. Die einfache Fahrt kostet 1,50 Euro, für Hin- und Rückfahrt müssen drei Euro bezahlt werden.

„Der ,Rechi’ ist vor allem für die ältere Generation in Rechberghausen eine wichtige Einrichtung geworden, die ihnen ermöglicht, mobil zu sein“, sagt Bürgermeisterin Claudia Dörner. „Dadurch hat sich ihre Lebensqualität erhöht.“ So werden die „Rechi“-Nutzer beispielsweise zum Friseur im Ort, zum Arzt oder zum Einkaufen chauffiert, die Rechberghäuserin Heidrun Meuter hatte sogar ein Gedicht über diesen außergewöhnlichen Service verfasst, das auch im örtlichen Mitteilungsblatt abgedruckt worden ist.

Seit seiner Anschaffung im September 2014 hat der „Rechi“ bereits rund 13.000 Kilometer zurückgelegt,  mehr als 3000 Fahrten wurden seit seinem ersten Einsatz absolviert. Durchschnittlich sind es derzeit 133 Fahrten im Monat. Das Bürger-Elektroauto ist täglich (außer samstags, sonntags und an Feiertagen) in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr im Einsatz.

Wenn der Fahrplan es zeitlich zulässt, helfen die Fahrer auch, die Einkäufe ins Haus zu tragen. An manchen Tagen sind so viele Fahrten hintereinander gebucht, dass es sogar ab und zu etwas stressig werden kann, teilt die Gemeindeverwaltung mit. „Aber die glücklichen Gesichter und positiven Kommentare der überwiegend älteren Fahrgäste entschädigen für den Einsatz. Immer wieder berichten die Fahrer über rührende, spannende und lustige Erlebnisse.“

Im Winter steige dann aber doch das eine oder andere Mal der Pulsschlag bei den Fahrern. Denn in der kalten Jahreszeit leide die Kilometer-Reichweite, und die Ladeanzeige des Elektroautos sinke schneller als man denkt. Dabei könne es schon mal spannend werden, ob die letzte Fahrt zur Ladesäule noch zu Ende gefahren werden kann. „Bis heute hat es der ,Rechi’ aber noch jedes Mal zurück geschafft.“

Das „Rechi“-Fahrerteam besteht derzeit aus 13 Leuten, die sich ein bis drei Mal im Monat hinters Steuer setzen. Die Einteilung, wer wann fährt, sei flexibel nach den Wünschen und Möglichkeiten der Fahrer. Weiterhin werden auch noch neue Fahrer gesucht, die dann einmal mit dem „Rechi“ eine Schnupperfahrt absolvieren können.

„Das Elektro-Bürgerauto ist auf jeden Fall eine Erfolgsgeschichte, vor allem wegen dem Engagement der Fahrer“, erklärt Bürgermeisterin Dörner. „Wir haben dafür schon viel Lob erhalten.“

Info: Neue Fahrer können sich im Rathaus Rechberghausen unter Telefon (07161) 501-0 melden.

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