Eislinger Hallenbad verzeichnet Gäste-Rückgang

Das Eislinger Hallenbad verliert Jahr um Jahr Besucher. Dies gilt für zahlende Gäste ebenso wie für Schüler und Vereinsschwimmer. Grundlegende Vorschläge, um den Trend zu kippen, hat die Verwaltung nicht zu bieten.

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Das Eislinger Hallenbad verzeichnet deutlichen Gästerückgang  Foto: 

"Nicht unter 29.000" lautet die kämpferische Devise, die sich die Verantwortlichen fürs Eislinger Hallenbad gegeben haben. Laut einer Verwaltungsvorlage stellen sich von Oberbürgermeister Klaus Heininger über Bürgermeister Herbert Fitterling und Kultur- und Sportamtsleiterin Maria-Luise Schäfer bis Bademeister Wolfram Rapp hinter den Vorsatz, "wir kämpfen um jeden Badegast".

29.249 zahlende Badegäste haben die Eislinger im vorigen Jahr verzeichnet, 2009 waren es 36.710, 2010 dann 35.509 und 2011 wurden 31 228 Badegäste gezählt. Die zahlenden Gästen machen etwa die Hälfte der Badbesucher aus. Die andere Hälfte kommen über Vereinsangebote, Volkshochschulkurse und den Schulsport ins Bad. Auch hier ist die Tendenz rückläufig. Alle Nutzungsarten zusammen genommen kamen im vorigen Jahr 59.365 Badegäste, das ist ein Rückgang von mehr als 10.000 gegenüber 2010 und von mehr als 6000 Besuchern gegenüber 2011.

Die Verwaltung werde jetzt Möglichkeiten prüfen, die Attraktivität zu steigern, erklärt Bürgermeister Herbert Fitterling, in dessen Dezernat die Verantwortung über das Bad angesiedelt ist. So ist daran gedacht, dass die Eislinger Bademeister Schwimmkurse anbieten. Dies sei in Bädern der Umgebung üblich. Erwogen wird auch, Kindergeburtstage oder zusammen mit Vereinen Spaßveranstaltungen im Bad zu ermöglichen. Der Saunabetrieb ist der einzige Bereich, der zuletzt Besucher gewonnen hat. Die langen Saunanächte seien gut angekommen, stellt die Verwaltung fest. Solche Idee sollen ausgebaut werden.

Abrücken wird die Stadt vom Verbot der Bade-Shorts, das im Herbst 2009 verhängt wurde. Dies hat vor allem junge Besucher vergrault. Zwar bestünden die hygienischen Bedenken weiterhin, aber nicht mehr die Rutschgefahr in Umkleideräumen und Duschen. Um junge Leute zurückzugewinnen, würden die Bedenken hinten angestellt, erklärt Fitterling auf Nachfrage.

Das Bad habe einen hervorragenden Ruf und viele Stammkunden, betonte Oberbürgermeister Klaus Heininger im Technischen Ausschuss. Ein Nachteil ist aus Sicht der Verwaltung, dass es sich um ein Schul- und Sportbad handelt, nicht um ein Freizeitbad.

Holger Haas (Grüne) hat im Ausschuss daran erinnert, dass die Stadt in den vergangenen Jahren siebenstellige Summen ins Bad investiert habe. Bei den Besucherzahlen schneide Eislinger aber schwächer ab, als andere Bäder. "Wir sollten gemeinsam nach Ursachen suchen" sagte Haas. Dietmar Zurmühl (FWV) nannte Gründe: Seiner Ansicht nach sind die Öffnungszeiten zu uneinheitlich. Samstags und sonntags schließe das Bad schon um 17 Uhr. Ähnliches gelte unter der Woche: "Abends um 21 Uhr ist mir zu früh." Wenn er im Bad mit seinen Kindern etwas essen wolle, müsse er nach Göppingen ausweichen. Manfred Strohm (CDU) regte Überlegungen an, das Badcafé für Familien attraktiver zu machen. Auch damit wird sich die Verwaltung befassen, sagte Fitterling, der allerdings vor kurzem noch das Café aufgeben wollte, um dort Räume für die Kleinkinderbetreuung zu schaffen. Die Verwaltungsvertreter warnen aber vor Veränderungen bei den Öffnungszeiten, wegen der schwierigen Abstimmung mit den Vereinen und Schulen.
 


 

Im Sommer fehlt Liegewiese

Einen Nachteil gegenüber Hallenbädern wie dem Voralbbad sehen die Eislinger darin, dass sie im Sommer keine Liegewiese im Freien anbieten können. Vor drei Jahren hat Eislingen schon ausgereifte Pläne gestoppt, das Hallenbad zu öffnen, um im Sommer eine Liegewiese zu bekommen. Anwohner haben damals protestiert. Zudem schienen der Umbau zu teuer zu werden. 

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