Eislingen tritt dem Landschaftserhaltungsverband bei

Die Stadt Eislingen tritt dem Landschaftserhaltungsverband des Kreises bei. Dies hat der Umweltausschuss beschlossen. OB Klaus Heininger erhofft sich davon, mehr Naturschutz über Gemeindegrenzen hinweg.

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Die Stadt verspricht sich vom Landschaftserhaltungsverband Vorteile für den Schutz der unbebauten Flächen im Umfeld von Eislingen.  Foto: 

Der Landkreis, zehn Kommunen sowie der Kreisbauernverband und der Landesnaturschutzverband müssen mindestens dabei sein, um einen Landschaftserhaltungsverband (LEV) im Kreis Göppingen zu gründen. Die Teilnahme des Kreises hat der Umweltausschuss des Kreistags schon Ende 2012 gebilligt, die Verbände von Naturschutz und Bauern sowie der Landesschafzuchtverband haben inzwischen ihr Mitwirken signalisiert, berichtet Rieke Eicher, stellvertretende Leiterin des Umweltschutzamtes des Kreises. Die Kommunen haben noch bis 30. April Zeit, um über den Beitritt zu entscheiden.

Der Ausschuss für Technik und Umwelt der Stadt Eislingen hat am Montag beschlossen, dem LEV beizutreten. Die Stadt erwartet jährliche Kosten von etwa 2000 Euro. Nach Ansicht von Oberbürgermeister Klaus Heininger sprechen mehrere Gründe für das Mitwirken der Stadt. Er sehe darin eine Chance für eine bessere Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Eislingen zeige Solidarität mit anderen Kommunen und dem Kreis. Zudem verspricht sich der OB Verbesserungen für den Naturschutz, der ende nämlich nicht an der Gemeindegrenze. "Ich hoffe auf grenzüberschreitende Maßnahmen." Aber auch für die Eislinger Markung sind nach Ansicht der Verwaltung Verbesserungen für die Landschaftspflege zu erwarten. Da die Gründung des LEV vom Land gefördert wird, ist Heininger davon überzeugt, dass die Vorteile überwiegen.

Eine wichtige Aufgabe des LEV wird die Umsetzung der Managementpläne für die Natura-2000-Gebiete sein, erläutert Rieke Eicher. Diese Schutzgebiete machten etwa ein Drittel der Kreisfläche aus. Bei den Natura-Flächen handelt es sich um europaweite Schutzgebiete, die auf Grundlage der Vogelschutzrichtlinie von 1979 und der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie von 1992 ausgewiesen wurden, erläutert die Umweltexpertin. Für diese Gebiete werden derzeit Managementpläne erstellt. Dies bedeute, dass geplant wird, wie die Gebiete erhalten und entwickelt werden können. Die Umsetzung der Pläne wird dann in der Hand des Personals des Landschaftserhaltungsverbandes liegen. Um die Biotop- und Landschaftspflege werde sich der LEV ebenfalls kümmern, berichtet Rieke Eicher.

Das Land unterstützt die Kreise und Kommunen bei der Erfüllung ihrer Naturschutzaufgaben, indem Kreise, die einen LEV gründen, einen Teil der Personalkosten finanziert bekommen. Deswegen hat sich auch das Landratsamt für die Gründung stark gemacht.

Die Kommunen des Kreises beraten derzeit in den Gemeinderäten über den Beitritt in den LEV. Bisher fällt die Mitwirkungsbereitschaft unterschiedlich aus. Während vor Eislingen schon Bad Boll und Dürnau ihr Mitwirken signalisiert haben, hat das Landratsamt von Gruibingen und Hattenhofen ablehnende Signale erhalten. Wobei in Hattenhofen offenbar noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist.

Wenn Ende April die Voten der Städte und Gemeinden vorliegen, möchte Eicher Ende des zweiten Quartals zur Gründungsversammlung des Verbandes einladen.

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