Einer muss es ja machen

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Ein Berg von Hölzer zu verarbeiten: Robert Arold, Lieferant für die Beschilderung neuer Wanderwege.  Foto: 

„Iiieejing“ - schon von Weitem ist aus der Richtung der zwischen Heiningen und Gammelshausen  gelegenen „Edelweißranch“ das Kreischen einer Säge zu hören. Wer näher kommt, sieht Robert Arold vor der Bestallung seiner Pferde sitzen. In aller Ruhe zieht er eine dreieinhalb Meter lange, gehobelte Dachlatte nach der anderen durch seine Kapp- und Gehrungssäge und lässt die Holzstücke in einen Schubkarren fallen.

Später wird er Löcher in die Hölzer bohren, sie in Kisten verstauen und dann an Holger Bäuerle von der Tourismusförderung des Landkreises liefern. Die Hölzer, auf welche die Wegweiserschildchen für das Wanderwegenetz des Landkreises geschraubt werden, werden anschließend mit Alunägeln an Bäumen angebracht.

Genagelt, nicht geklebt

„Der Albverein hat durchsetzt, dass genagelt und nicht geklebt wird“, erzählt der Vorsitzende der Albvereinsgruppe Eschenbach. „Albvereinswege, örtliche Rundwege, Hauptwanderwege, Löwenpfade, Albtraufgänger und -gucker“ zählt Arold auf, was zum Wegenetz gehört. Es lässt ahnen, dass viele Hölzer gesägt und gebohrt werden müssen. „Es isch ja net so, dass i sonst nix zum do hätt, aber oiner muss ja macha“, erklärt er.

Angebracht würden die Wegweiser von Ehrenamtlichen, die im Rahmen einer Schulung durch die Filsgauwarte darüber informiert wurden, auf was es ankommt. Fertig ausgeschildert sind bereits der Löwenpfad am Filsursprung und der Orchideenpfad in Bad Überkingen.

Arold hat keine Ahnung, wie viele Hölzer er schon zugesägt hat. „Ich hab nicht mitgezählt“, lacht der Vereinsschaffer, weiß aber: „Eine Latte ergibt 22 Hölzer für Einzelmarken oder zwölf für Doppelmarken. Das Holz ist aus lange haltbarer Douglasie, die keine Behandlung benötigt und in der Witterung grau wird.“ Um die Ecke steht ein Anhänger mit weiteren Latten. Es gibt noch viel zu tun.

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