Einen Platz für alle Kinder

Die Kindergartenbeiträge bleiben in Donzdorf stabil, jedes Kind über drei Jahren habe einen Platz, der Krippenausbau hält mit der Nachfrage Schritt.

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Die Krippenbetreuung für Kinder im Alter von einem bis drei Jahren kam in Donzdorf spät ins Rollen. Bedarfsgerecht wolle man vorgehen und nicht blind die 34-Prozent-Quote ansteuern, lautete Ende 2011 die Devise. Der städtische Schlosskindergarten startete mit zehn Plätzen.

Mit der Fortschreibung der Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung und der Änderung der Benutzungsordnung, die die Gemeinderäte einstimmig auf den Weg brachten, kam das Thema der Kleinkinderbetreuung (U3) erneut auf die Tagesordnung. Wie der stellvertretende Kämmerer Horst Galli berichtete, werden in Kinderbetreuungsverein Schneckenhaus in Reichenbach derzeit weitere 20 Kleinkinder betreut. Ab dem Kindergartenjahr 2012/2013 wird der kirchliche Kindergarten St. Sebastian in Winzingen mit zehn Plätzen nachziehen. Während in diesen Einrichtungen mittags Schluss ist, wird nach den Sommerferien die städtische "Villa Kunterbunt" bis 17 Uhr geöffnet sein. Sollte die Nachfrage weiter steigen, will die Stadt reagieren. "Wir müssen auch", sagte Galli mit dem Verweis auf die Quote.

Gute Nachrichten hatte er auch aus dem Bereich der Kinder über drei Jahren. Alle Kinder bekämen einen Platz, und das bei einem "Preis, der keinen Vergleich scheut und der seit 2004 nicht erhöht worden ist." Allerdings berichtete er von einer "internen Umverteilung", die dafür sorgt, dass Familien mit drei und vier Kindern künftig zum Nachteil der kleineren Familien günstiger wegkommen. "Sehr gut angenommen", bewertete er die Sprachförderung, die in allen Einrichtungen angeboten wird. Galli erinnerte an das "Bildungshaus" für Drei- bis Zehnjährige, das Kindertagesstätten und Grundschule verzahnt.

"Ganz beträchtlich", nennt Galli die Erhöhung des Landeszuschusses zu den Betriebskosten. Er steigt 2012 im Vergleich zum Vorjahr um fast 200 000 auf 706 000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Betriebskosten auf 1,75 Millionen Euro. Rechnet man nur die Elternbeiträge, die 280 000 Euro einbringen, ergibt sich ein Deckungsgrad von 16 Prozent - womit die Stadt vier Prozentpunkte unter der Empfehlung liegt. Ruth Kellner (SPD) nannte die Donzdorfer Kinderbetreuungslandschaft: "Gut aufgestellt und flexibel."

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