Eine von drei Skulpturen ziert den Schlossplatz

Neun Künstler aus ganz Deutschland hatten am Wettbewerb in Rechberghausen teilgenommen. Welche der drei ausgewählten Skulpturen bald den Schlossplatz zieren werden, entscheidet nun der Gemeinderat.

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  • Für ihre Arbeit "Zwei und Eins" erhielt Vanessa Henn aus Berlin von der Jury des Rechberghäuser Kunstwettbewerbs den 1. Preis. 1/3
    Für ihre Arbeit "Zwei und Eins" erhielt Vanessa Henn aus Berlin von der Jury des Rechberghäuser Kunstwettbewerbs den 1. Preis. Foto: 
  • Der 2. Platz ging an Professor Mariella Mosler aus Hamburg für den Entwurf "Herzsäule". 2/3
    Der 2. Platz ging an Professor Mariella Mosler aus Hamburg für den Entwurf "Herzsäule". Foto: 
  • Der 3. Platz ging an den Münchner Burkard Blümlein für »Sternschnuppe, gelandet«. Welche Skulptur am Schlossplatz stehen wird, entscheidet der Gemeinderat. 3/3
    Der 3. Platz ging an den Münchner Burkard Blümlein für »Sternschnuppe, gelandet«. Welche Skulptur am Schlossplatz stehen wird, entscheidet der Gemeinderat. Foto: 
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Das Thema für den Rechberghäuser Kunstwettbewerb war vorgegeben: Die eingereichten Modelle sollten alle mit "Hochzeit/Liebe/Freundschaft" zu tun haben. Eine fachkundige Jury hatte die schwere Aufgabe, von den insgesamt neun Arbeiten drei besonders gelungene auszusuchen, aus denen dann der Gemeinderat die richtige Skulptur zur Realisierung auf dem Schlossplatz wählt. Der erste Platz beim Wettbewerb bedeutet also nicht automatisch, dass dieser Entwurf auch in großem Maßstab gebaut wird.

Auf Platz eins setzte die Jury die Arbeit "Zwei und Eins" der Berliner Künstlerin Vanessa Henn. Sie zeigt eine doppelt geschwungene Stahl-skulptur, deren Schlaufen sich in der Mitte überkreuzen. So bilden die Bänder in der Mitte eine Art Dach in etwa drei Metern Höhe, wodurch eine Art begehbarer Raum entsteht, in dem sich das Brautpaar symbolisch unterstellen kann. Man erkennt zwei sich gleichende und stützende Elemente: zwei Schlaufen, zwei Kreise oder Ringe - Formenpaare, die untrennbar miteinander verbunden sind. "Zwei Hälften ergeben ein Ganzes: Zwei und Eins", heißt es in einer Erläuterung der Künstlerin. Der duale Charakter der Komposition verweise auf die Verbindung zweier Elemente, auf "zwei Charaktere, die sich ergänzen und somit eine Einheit bilden". Bei Dunkelheit soll die Stahlskulptur durch vier in den Boden eingelassene Strahler beleuchtet werden.

Herz als Emblem der Popkultur

Platz zwei im Kunstwettbewerb ging an Professor Mariella Mosler für deren Arbeit "Herzsäule". Der Entwurf der Hamburgerin sieht eine etwa 2,30 Meter hohe geschwungene Säule aus blaugrün patinierter Bronze vor, die von einem leuchtend rot lackierten Herzen gekrönt wird. Sie würde frei auf dem Schlossplatz rechts vom Eingang des Standesamtes stehen. Die Säule zitiert klassische Muster der Architektur, unterläuft aber deren repräsentative Funktion durch ihren Abschluss, das Herz als Emblem der Popkultur, als Symbol romantischer Liebe ebenso wie "als Sitz der Seele und als Ursprung von Gefühl und kalkülfreiem Denken".

Eine ganz andere ästhetische Sprache spricht die Skulptur des Münchners Burkhard Blümlein. Seine "Sternschnuppe, gelandet" wurde von einem Nachrichtenbild aus dem Sommer 2014 mit inspiriert: "Die erste Quelle, das war Rosetta, die Raumsonde, die nach zehnjähriger Reise auf einem entenförmigen Planeten gelandet war, dort kurz etwas herum hopste und dann gleich wieder in Schlaf versank", erzählt Blümlein. Von den Kometen kam er zu anderen Raumkörpern, zu Asteroiden und insbesondere Meteoriten, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre zu Sternschnuppen werden, die uns mit leuchtendem Schweif entgegen fallen. "Wenn man da schnell genug reagiert, geht ja bekanntlich ein Wunsch in Erfüllung", so Blümlein. Vielleicht erfüllte Liebe? Hier kommt nun das Standesamt in Rechberghausen ins Spiel, vor dem die mannshohe Sternschnuppe aus Aluminiumguss aufschlagen soll - wenn's denn der Gemeinderat will.

Info: Die Entwürfe können im ersten OG des Rathauses im Neuen Schloss besichtigt werden. Öffnungszeiten: Am Donnerstag 8-12 und 13.30-18 Uhr, Freitag 8-12.30 Uhr, Samstag, 21., und Sonntag, 22. Februar, 14.30-17 Uhr.

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