Eine Flüchtlingsunterkunft wird zusammengesteckt

Wenn die Zeit eilt, greifen viele Kommunen bei der Flüchtlingsunterbringung zu Containern. Eine Alternative sind Holzbauten - eine entsteht in Uhingen.

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Stück für Stück wurde das Gebäude zusammengesetzt. "Wie ein Puzzle", meint Klaus Göser von der Firma Holzbau Göser, die die Holzbauten errichtet. Das erste Gebäude steht nun in Uhingen an der Eisenbahnstraße. Ein weiteres ist in Süßen geplant.  Foto: 

Lediglich mit Hilfe von zwei dünnen Schlaufen sind die elf mal zwei Meter großen Spanplatten an dem Kran befestigt. Die Wand schwebt am Kran durch die Luft, bis sie exakt am richtigen Platz angelangt ist. "Wichtig ist, dass man genau schafft", sagt Michael Göser über den wichtigsten Teil der Bauarbeiten für die neue Flüchtlingsunterkunft in Uhingen. Von Beginn an ist Genauigkeit das A und O des Holzbaus, der in Modulbauweise entsteht. Module, wie die Nasszelle, also das spätere Badezimmer, werden am Stück angeliefert und mit dem Kran an die richtige Stelle manövriert. Klopapierhalter und Spiegel sind bereits vormontiert. "Wenn es am Boden passt, passt es auch am Dach", ist das Credo der Gösers beim Bau. Das sei im Grunde wie Lego spielen, sagen die Brüder.

Der aufregendste Teil, das Montieren der Module, sei bereits vorbei, meint Klaus Göser. Insgesamt vier Wochen dauerte die Vorbereitung der Module in der Halle der Firma Holzbau Göser in Rechberghausen. Rund acht Wochen dauert es also, bis aus Holz ein Holzgebäude wird. Am 21. April soll die Unterkunft in der Eisenbahnstraße dann fertig sein, Anfang Mai will das Landratsamt bereits die ersten Asylbewerber in dem 500 Quadratmeter großen Gebäude unterbringen. Dafür stehen 22 Schlafräume zur Verfügung. elf Dreibettzimmer und elf Zweibettzimmer. Dazu Gemeinschaftsräume, Küche, Waschraum, Bäder und ein Stellplatz neben dem Haus für Mülleimer und Fahrräder.

Mit dem Bau liege man gut im Zeitplan, berichtet Anette Nille, die Architektin, die das Bauprojekt betreut. Für die Gösers liegen die Vorteile der Bauweise klar auf der Hand: "Man spart locker acht Wochen und auch Geld", sagt Klaus Göser. Das Gebäude sei außerdem nicht nur leicht auf- sondern auch einfach wieder abzubauen.

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