Einbrüche in Ebersbach gehen zurück

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Im vergangenen Jahr hat die Polizei 63 Einbrüche im unteren Filstal registriert und damit über 30 Fälle weniger als 2015.  Foto: 

Die Zahl der Einbrüche im unteren Filstal ist gesunken. Diese Nachricht überbrachte der Leiter des Polizeireviers in Uhingen am Dienstag den Mitgliedern des Ausschusses für Verwaltung und bürgerschaftliches Engagement. Laut Jürgen Ringhofer wurde im vergangenen Jahr in 63 Häuser und Wohnungen in Ebersbach und Umgebung eingebrochen. Ein Jahr zuvor gab es mit 69 Fällen einige Einbrüche mehr, dafür war die Zahl im Jahr 2015 deutlich höher mit 94 Delikten.

Der Gast im Gemeinderat hatte mehrere Erklärungen parat für den Rückgang. „Die Bürger rüsten auf“, berichtete Ringhofer. Die Menschen schlössen die Türen „endlich mal ab“ und träfen andere Vorkehrungen gegen Eindringlinge und Diebe. Wie sie sich gegen Einbrecher schützen können, wollten mehr Besucher als früher bei Informationsveranstaltungen der Polizei erfahren. Schließlich habe sich etwas bei der Bereitschaft getan, Beobachtungen der Polizei mitzuteilen. Doch was das sogenannte Meldeverhalten angeht, wünscht sich Ringhofer, dass Nachbarn und andere Zeugen noch schneller, als es bisher der Fall ist, zum Telefon greifen. Oftmals nähmen die Leute erst nach einigen Tagen Kontakt zur Polizei auf und berichteten, was ihnen aufgefallen ist.

Neben Einbrüchen war das Vorgehen gegen Drogendelikte ein weiterer Schwerpunkt polizeilicher Arbeit. „Ich denke, wir knacken 2017 die Marke von 30 Kilogramm sichergestelltem Marihuana“, sagte der Revierleiter. Im vergangenen Jahr hätten seine Kollegen rund 20 Kilo des Rauschgifts beschlagnahmt. Ein Grund für dessen Verbreitung ist, dass Marihuana relativ leicht zu beschaffen sei. „Wir versuchen alles in unserer Macht stehende zu tun, um das einzudämmen“, versprach der Polizist.

Keine Trends vermochte Ringhofer bei Straftaten von Flüchtlingen aufzuzeigen. „Wir haben Straftaten von Flüchtlingen, die finden aber häufig untereinander statt“, sagte er. Es werden etwa die Kopfhörer eines anderen geklaut oder die Leute gingen sich gegenseitig an den Kragen. Der Revierleiter geht davon aus, dass diese Delikte im unteren Filstal zurückgehen werden, weil die Notunterkunft für Flüchtlinge in Ebersbach geräumt wurde. In der unter dem Namen Eber-Camp bekannten Zeltstadt, hatte es in den vergangenen Monaten häufiger Reibereien zwischen Bewohnern gegeben.

Auf Drängen von Anwohnern haben Beamte das Kauffmann-Areal verstärkt unter die Lupe genommen. Doch scheinen öffentliche Wahrnehmung und tatsächliches Geschehen auseinanderzuklaffen: Von „sehr geringen Fallzahlen“ berichtete Jürgen Ringhofer. Unterm Strich sei es dieses Jahr zu elf Straftaten und einer Ordnungswidrigkeit dort gekommen. Insgesamt seinen 76 Personen kontrolliert worden.

Aufgrund dieser und anderer Erfahrungen passt die Polizei ihr Einsatzkonzept für 2018 im unteren Filstal an. Sie kontrolliert Brennpunkte weiter, andere Orte aber nur zu den Zeiten, in denen es in der Vergangenheit häufiger Vorfälle gab. Auf den Einsatz von Polizeireitern will Ringhofer nicht verzichten.

Aggressivität Der Ton gegenüber Ordnungshütern wird rauer. „Die Leute werden immer aggressiver“, berichtete Benjamin Jakubek vom kommunalen Ordnungsdienst dem Ausschuss für Verwaltung und bürgerschaftliches Engagement. Er und seine Kollegen würden sowohl verbal als auch körperlich angegangen. „Es kann in einem Handgemenge enden oder in Bedrohungen“, schilderte Jakubek Erfahrungen aus Ebersbach und Schlierbach.

Gefahr Laut Uhinger Polizeirevierleiter kommt es öfter zu Unfällen, an denen Pedelec-Fahrer beteiligt sind. Die säßen aufgrund ihres häufig fortgeschrittenen Alters nicht mehr so sicher im Sattel wie Jüngere.

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