Ein Symbol für das Miteinander

Sie ist ein Symbol des Miteinanders: Nach ihrer insgesamt neun Monate andauernden umfangreichen Sanierung, ist die Laurentiuskirche in Amstetten-Dorf am Freitag feierlich wiedereröffnet worden.

|
Sie freuen sich über die gelungene Sanierung der Laurentiuskirche (v.l.): Architekt Bernd Dietrich, Pfarrer Reinhard Hoene, Bürgermeister Jochen Grothe und Pfarrer Michael Nolte aus der thüringischen Partnergemeinde Lichte.  Foto: 

Wenn auch König Fußball die Zahl der Besucher beeinflusste, so freuten sich doch 80 Gläubige am Freitag über die gelungene Sanierung der Laurentiuskirche in Amstetten-Dorf. Pfarrer Reinhard Hoene sprach in seiner Predigt zum Thema lebendige Steine. Es gebe ja den Spruch, wenn diese Steine erzählen könnten. Bei der Laurentiuskirche mit ihrer 500-jährigen Geschichte könne man mit Recht sagen, dass sie viel erlebt habe. Oft habe man beim Bau in Zeiten der Armut vom Acker gesammelte Steine verwendet - was man eben zur Verfügung hatte. Dass die Steine von minderwertiger Qualität waren, hätte man beim Sanieren der Wände oft gemerkt: "Da fiel mehr aus der Wand, als man wollte."

Neben dem Dank für Spenden sowie Zuschüsse von Kirchenbezirk und Landeskirche bedankte sich der Pfarrer auch bei der Dorfjugend, die beim Abschlagen des Putzes sowie der Entfernung der Kirchenbänke engagiert zu Werke gegangen sei.

Bürgermeister Jochen Grothe gratulierte der Kirchengemeinde zum Entschluss für die Restaurierung. Die Verantwortlichen hätten damit viel Mut bewiesen. Schließlich seien manche Anstrengungen nötig gewesen, um die Planungen in Gang zu bringen und die Finanzierung zu sichern. "Viele Gemeindeglieder haben sich daran beteiligt und diese Anstrengungen haben sich gelohnt, die schlichte Schönheit dieser Kirche kommt jetzt wieder voll zur Geltung", freute sich der Schultes.

In einem weiteren Grußwort gratulierte Pfarrer Michael Nolte von der Partnergemeinde Lichte in Thüringen zum Abschluss der Baumaßnahme. Zum feierlichen Anlass hatte die thüringische Kirchengemeinde noch einen "Hilfe-Kasten für Pfarrer und Gemeinde" nach Matthäus 25 und den sieben Werken der Barmherzigkeit geschickt.

Architekt Bernd Dietrich erläuterte die Finanzen. Der Oberkirchenrat habe die Kosten auf 265 000 Euro geschätzt. Dieses bewilligte Maximum habe man mit Eigenleistung deutlich unterbieten wollen - "und das ist uns gelungen", stellte der Architekt stolz fest. Allein vier Kilometer Leitungen galt es in den alten Gemäuern auszutauschen oder neu zu verlegen. Ende September begannen die Eigenleistungen. Am Abschlagen des Putzes beteiligten sich Jugendliche wie Rentner. Zunächst wurde die Kirche ausgeräumt und gesichert, und den folgenden Monaten die Elektrik und der bis zwölf Zentimeter dicke Putz in Schichten und Trockenphasen eingebaut. Das Parkett in der Sakristei und im Flur oben sowie die Treppe wurden abgeschliffen und neu versiegelt, in den Nebenräumen neue Fenster eingebaut. Dabei wurden die alten Bleiverglasungen integriert. Für die Sicherheit wurden Treppengeländer erhöht. Bernd Dietrich lobte hier ausdrücklich den "talentierten Schlosser aus dem Dorf". Schließlich wurden die Geländer auf der Empore wieder befestigt. Zum Schluss seiner Bilanz sprach der Architekt den Handwerkern ein dickes Lob aus. Auch hier waren einige ehrenamtlich tätig. Dietrich dankte auch den vielen fleißigen Helfern und den Frauen, die am Ende den Großputz erledigten.

Nach der Feier lud der Pfarrer die Kirchenbesucher zur Besichtigung des neuen Schmuckstücks im Dorf ein, bevor es zum gemütlichen Teil in den Schulstadel ging.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ärger über wildes Parken in der Hauptstraße

In Göppingen wächst der Unmut über das Parkchaos in der Hauptstraße. Der Ruf nach einem härteren Durchgreifen gegen Parksünder wird lauter. weiter lesen