Schulsozialarbeiter nicht mehr wegzudenken

Die Bad Boller Gemeinschaftsschule schätzt sich glücklich, Steffen Kopp als Schulsozialarbeiter zu haben. Er ist schon nicht mehr wegzudenken.

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Wenn er mal nicht da ist, fühlen sich die Schüler verlassen: Schulsozialarbeiter Steffen Kopp ist an der Gemeinschaftsschule Bad Boll nicht mehr wegzudenken.  Foto: 

Schulsozialarbeiter Steffen Kopp ist aus der Heinrich-Schickhardt-Schule nicht mehr wegzudenken. „Da war er mal einen Tag nicht da, weil er auf Betriebsausflug mit der Gemeindeverwaltung war, und sofort wurde er schwer vermisst“, berichtet Rektor Thomas Schnell. Viele Schüler hätten ihn auf dem auf dem Pausenhof angesprochen: „Wo ist Herr Kopp?“ Er konnte sie beruhigen: „Morgen kommt er wieder!“

Vor knapp einem Jahr hat Steffen Kopp die Schulsozialarbeit der Heinrich-Schickhardt-Schule übernommen. Für den Schulleiter ist Kopp ein Phänomen: „Er kommt mit Schulbeginn, hat einen gefüllten Arbeitstag, und trotzdem macht er abends keinen erschöpften Eindruck.“

Auch die Gemeinderäte schätzen sich glücklich, dass Steffen Kopp für die Heinrich-Schickhardt-Schule gewonnen wurde. Kopp ist zwar bei der Gemeinde angestellt, hat seinen Arbeitsplatz aber in der Schule. Von allen Seiten gab es viel Lob, als er seinen ersten Tätigkeitsbericht vorlegte.

In 23 Lerngruppen hat er sich vorgestellt. Er bietet Einzelfallhilfe an, bisher für 29 Jungs und 40 Mädchen. Außerdem führte er verschiedene Projekte in 16 Lerngruppen durch. Er ist verantwortlich für die Mittagsbetreuung und ist stets auf dem Pausenhof präsent. „Meine Bürotüre ist immer offen, wenn ich nicht gerade ein persönliches Gespräch führe“, sagt Kopp. Für viele Schülerinnen und Schüler ist er inzwischen ein unentbehrlicher Ansprechpartner geworden, für viele Lehrkräfte eine wichtige Unterstützung.

Männergespräch geführt

Kopp beackert an der Schule ein breites Aufgabenfeld. In der Mittagspause bietet Kopp den Kindern immer wieder besondere Events. Dazu gehören Spiele, Bastelinseln oder Riesenseifenblasen. Mit den Fünftklässlern hat er Werbefilme gedreht. Und für den Schülerausweis hat er ein Passfoto-Studio eröffnet. Auch die Streitschlichterausbildung und die Ausbildung der Pausenengel liegen in seiner Hand.

Und dann kommen auch noch Fälle wie dieser hinzu. Ein Fünft­klässler kommt zu ihm und gesteht: „Ich bin verliebt.“ „Daraufhin“, sagt Kopp, „haben wir ein Männergespräch geführt.“

Steffen Kopp wurde 1967 in Stuttgart geboren und wuchs dort auch auf. Auch zum Sozialpädagogik-Studium an der Berufsakademie blieb er seiner Heimatstadt treu. Seine erste berufliche Station als Diplompädagoge war die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. „Ich habe da zwölf Jahre lang ein Modellprojekt betreut und weiterentwickelt, das offene und mobile Jugendarbeit miteinander verbunden hat.“ Seine erste Stelle als Schulsozialarbeiter trat Kopp an der Riedseeschule in Stuttgart an. Er blieb acht Jahre, dann wechselte er nach Bad Boll.

Schlagzeuger in Rockbands

Aber Steffen Kopp ist ein Mann mit vielen Talenten. So blickt er auch auf eine lange Karriere als Musiker in zahlreichen Bands zurück. „Ich bin Schlagzeuger in verschiedenen Rockbands gewesen, und ich bin es immer noch“, erzählt er.

In seiner Freizeit fährt Kopp gerne Motorrad. Oder Fahrrad. „Im Moment mehr Fahrrad, ich habe mir nämlich gerade ein­­ Neues gekauft“, lacht er. Steffen Kopp ist mit dem Arbeitsplatzwechsel von Stuttgart nach Jebenhausen gezogen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Seine jüngste Tochter geht noch zur Schule. „Mein Sohn ist Profi­skater“, erzählt der stolze Vater. „Und meine große Tochter ist, wie könnte es auch anders sein, Sozialarbeiterin.“

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