Ein KOMMENTAR von Tobias Flegel: Eine Frage des Vertrauens

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TOBIAS FLEGEL  Foto: 

Gesundes Misstrauen gegenüber mancherlei politischen Aussagen ist durchaus angebracht. Zu dieser Erkenntnis dürfte so mancher nach einigen Jahren seines Erwachsenenlebens gekommen sein.

Aus diesem Grund ist es grundsätzlich nicht verwerflich, dass einige Anwohner des Dachswegs in Ebersbach ein Vorhaben der Stadt hinterfragen: Sie bezweifeln, dass die Kommune es bei einem neuen Doppelhaus belässt, sondern auf dem Gebiet in den kommenden Jahren weitere solcher Häuser baut. Diese sind vorgesehen für die Familien von anerkannten Flüchtlingen sowie Einheimische mit einem geringen Einkommen – und genau solche Menschen wollen einige aus dem nahen Wohngebiet nicht als Nachbarn haben.

Der Ton, mit dem manche ihre Bedenken gegen das Vorhaben bei einer Informationsveranstaltung vortrugen, erreichte mitunter eine ziemlich schrille Tonlage. Von Minderbemittelten war da die Rede, die nicht ins Viertel passen. Durch deren Ansiedlung sei die Entstehung eines sozialen Brennpunkts vorprogrammiert, befürchtet der eine oder andere.

Diese Entwicklung ist möglich, aber unwahrscheinlich. Zunächst sollen vier Familien in das Gebiet ziehen. Vorausgesetzt die Verwaltung hält ihr Versprechen ein, dürfte dieser Zuzug kaum die Lebensqualität in dem Viertel beeinträchtigen.

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