Ein KOMMENTAR von Arnd Woletz

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Tausende Schüler im Landkreis werfen heute den Schulranzen ins unterste Schrankfach, wo er wohl 46 Tage liegen bleibt. Mindestens drei Etagen tiefer wird sich auch das  Stresslevel einpendeln – nicht nur bei Schülern, sondern auch bei
Eltern und Lehrern.

Das Schuljahresende war wieder hektisch. Noch am vergangenen Wochenende glaubte man beim Blick auf den Terminkalender, es gäbe kein Morgen. Spätestens nächste Woche kommt die Flaute. Die Kreisbewohner mit schulpflichtigen Kindern stürmen stattdessen an Meere, Seen und auf Berge.

Sicher ist: Nach der Rückkehr geht an den Schulen wieder das große Zittern los: Reichen die Lehrer? Fällt Unterricht aus? Im zu Ende gehenden Schuljahr herrschten zum Teil schlimme Lücken im Personaltableau. Die Folge waren Notpläne, Überstunden und zusammengelegte Klassen. Es ist nicht hinnehmbar, dass diese Misere sich jährlich wiederholt. Denn die Gründe waren absehbar. Die Pensionierungswelle ist nicht vom Himmel gefallen. Dass junge Lehrerinnen auch mal schwanger werden, sollte niemanden überraschen. Und den gestiegenen Personalbedarf an den Schulen hat die Politik selber beschlossen. Die Schulbürokratie muss jetzt nachsitzen. Eltern und Kinder haben einen Anspruch darauf, dass es in 46 Tagen kein böses Erwachen gibt.

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