Ein Hauch von Gold

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Freuen sich auf „ihren“ Tag: Mitarbeiter der integrativen Holzwerkstatt in Zell.  Foto: 

Alle Jahre wieder freuen sich die Mitarbeiter der integrativen Holzwerkstatt aufs Christuskind und mindestens ebenso arg auf den stimmungsvollen Weihnachtsverkauf. Denn im Grunde ist es ja „ihr“ Tag, an dem sie zusammen als Team, aber auch als einzelne Persönlichkeit einer großen Besucherzahl zeigen können: „Seht her, das habe ich gemacht“.

Arbeiten und lernen, am Leben teilnehmen, sich wohlfühlen sowie Spaß haben und zwischendurch vielleicht auch mal seine Kollegen umarmen: So sieht der neue Alltag für Matthias Funk, Leo Träuble und Sema Nur Tufan aus. Seit kurzem verstärkt das Trio das Team der integrativen Holzwerkstatt in Zell, die wie das Café Linde oder die Bügelstube zur Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll gehört. Vom „Holzwerkstättle“ zur Holzwerkstatt: Nach und nach haben sich sowohl die Mannschaft, als auch die Produkte in den vergangenen Monaten weiter entwickelt, verrät Werkstattleiter Heinrich Götz.  Betreuerin Andrea Braun ergänzt: „Sogar zwei neue Lehrlinge befinden sich in der Ausbildung und für 2018 wird ein weiterer Ausbildungsplatz belegt.“

Elf Mitarbeiter bewältigen gemeinsam den Arbeitsalltag, da könne man fast schon von einem großen Betrieb reden, finden die beiden „Capos“, die wie der dritte im Bunde, Peter Siller, ausgebildete Schreiner sind. „Eine ganz schöne Menge Holz, die da täglich in liebevoller Handarbeit für unsere Kunden bearbeitet wird“, sagt Götz und betont: „Zu der Freude an der gemeinsamen Arbeit, die bei uns auch weiterhin im Vordergrund steht, legen wir außerdem großen Wert auf einen Umgang in Augenhöhe“.

Von den acht arbeitenden Menschen mit Unterstützungsbedarf geht jeder einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit nach. Und da machen es wohl die „alten Hasen“ Lisa Attinger, Ramona Bauer, Katrin Vogt sowie Moritz Schiebel am besten vor. Ein gutes Beispiel, die anfangs recht zurückhaltende Annika Hagmann, die im September vorigen Jahres nach Zell kam, fühlt sich bereits seit langem richtig wohl. „Auch unsere Neuankömmlinge haben sich schon prima eingelebt, die ganze Mannschaft hat binnen kurzer Zeit problemlos zusammengefunden“, meldet Andrea Braun, die als Betreuerin natürlich erste Anlaufstelle bei Problemen ist.

 Je nach ihrer Tagesform sitzen alle oder eben nur zwei, drei Schaffer mit Beeinträchtigung mit am Tisch, wenn gemeinsam überlegt und skizziert, geplant und getüftelt wird, so dass immer wieder neue Ideen aus Holz entstehen. Mal ist es ein Spielzeug, mal etwas Dekoratives zum „sich freuen“ oder eben etwas Passendes zur Adventszeit. Dementsprechend greift diesmal das Motto: „Ein Hauch von Gold“, gemeint sind damit exklusive Schalen, Kerzen oder Engel, die dezent marmoriert in Gold- oder Rottönen ein individuelles Aussehen bekommen. Handgefertigt und in unterschiedlichen Größen werden zudem Produkte angeboten, die das ganze Jahr über Freude machen.

Weihnachtsmarkt Heute von 14 bis 20 Uhr lädt die Holzwerkstatt ALB zum traditionellen Werkstatt-Weihnachtsverkauf in die Boschstraße 20 im Zeller Gewerbegebiet ein.

Adventssingen Um 18 Uhr begrüßt Werkstattleiter Heinrich Götz die Gäste. Der Inklusive Chor stimmt auf die Vorweihnachtszeit ein.

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