Ein dreistes Stück im "Greisenglück"

Am Sonntag hatte das Stück "Dreistes Stück im Greisenglück" in der TSV-Turnhalle in Bad Überkingen Premiere. In drei Akten wurden die zahlreichen Zuschauer zu herzlichem Lachen verleitet.

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Da ist was los im Altenheim: Opa Müllerschön und Kumpel Paul lassen es sich so gut gehen wie nur möglich.  Foto: 

Schauplatz des Theaterstückes ist das Altenheim "Greisenglück", von den Bewohnern "Greisenschreck" genannt. Unter dem harten Regiment der Heimleiterin Sieglinde (Monika Schnabl), haben die Heimbewohner dort nur wenig zu lachen. Trotzdem oder gerade deswegen sorgen die Hauptfigur Opa Müllerschön (Thomas Schnabl) und sein Kumpan Paul (Hermann Weller) für allerlei Aufheiterung im durchorganisierten Heimalltag. Sich seniler geben als sie es tatsächlich sind, gestalten sich die beiden ihren Aufenthalt so wie es ihnen gefällt. Zum Personenkreis um die beiden gehört auch Mitbewohnerin Irma Büchele (Eugenie Weller), durch deren Schwerhörigkeit manche Verwechslung zustande kommt.

Opa Müllerschön und Enkeltochter Karin (Nicola Heinrich von Eiff) wiederum bilden ein eingeschworenes Team gegen die Eltern von Karin, beziehungsweise die Schwiegertochter und den Sohn von Opa Müllerschön. Dagmar Frieß als Berta und Alexander Müller als Hermann bedienten auf überzeugende Weise das Klischee einer geldgierigen, auf die Erbschaft schielenden Verwandtschaft. Ein erfolglos ausgewanderter Sohn von Opa Müllerschön (Matthias Groß) und die Kosmetikerin Rosi (Katharina Clauß) erweiterten den geldgierigen Personenkreis noch.

Uwe Aufschläger gab als Karins Freund Alex den tätowierten Hardrocker und wechselte im Verlauf des Stücks in eine weitere jugendliche Rolle. Für eine treffliche Würze im Stück sorgte Fatima (Monika Buck), die türkische Putzfrau und gute Seele des Hauses, die aus Opa Müllerschön den "schönen Opa Müller" machte. Sie war stets hilfsbereit zur Stelle und nie um einen Rat verlegen.

Thomas Schnabl ging völlig auf in seiner Rolle als Opa Müllerschön und bekam zu Recht viel Applaus. Gleichfalls spritzig und unglaublich komisch war Hermann Weller, der auch die Regie führte, in der Rolle des an Alzheimer erkrankten Pauls. Mit häufig wechselnden Requisiten - mehr wird an dieser Stelle nicht verraten - löste er wahre Lachsalven aus.

Die gut 150 Gäste in der alten TSV-Turnhalle ließen sich gerne unterhalten von dem ständigen verbalen Schlagabtausch der Darsteller. Bad Überkingens Bürgermeister Matthias Heim hatten die Laienspieler eine - wenn auch passive - Rolle zugedacht. Das Lachen kam definitiv nicht zu kurz an diesem Nachmittag.
 



Info Weitere Aufführung: am Samstag, 29. November, um 20 Uhr, ebenfalls in der TSV-Turnhalle.

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