Ein beispielhaftes Gemeinschaftswerk

Er ist wieder da - und welch ein Blick: Nicht mehr alt, superschick! Mit dem traditionellen Maibaumstellen haben die Gussenstadter am Mittwoch ihren in Eigenregie neu gestalteten Dorfplatz eingeweiht.

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Der neue Dorfplatz in Gussenstadt ist fertig - ein echtes Gemeinschaftswerk der Ortschaftsräte, die bei der Gestaltung selbst Hand anlegten. Foto: Ralf Weidenbacher

"Zurück der Dorfplatz, welch ein Blick, nicht mehr veraltet, superschick." Mit dieser begeistert gesungenen Verszeile begrüßten Gussenstadts Grundschüler am Mittwoch das von den Ortschaftsräten neu geschaffene Geviert an der Hauptstraße.

Die Buben, Mädchen und ihre Lehrerinnen waren nicht allein. Hunderte Gussenstadter waren zur feierlichen Einweihung des neu gestalteten Plätzchens gekommen und verfolgten staunend das Aufrichten des Maibaumes, der heuer angesichts seiner ebenfalls neu konstruierten Verankerung besonders groß ausfallen konnte. Mit 90 Pferdestärken im Vorspann, mit Schlepperwinde, Drahtseil und Umlenkrolle wurde sie aufgerichtet, die Fichte, die von den Feuerwehrmännern gefällt und herausgeputzt, ihre Krone über dem neu geschaffenen Dorfplatz entfalten konnte.

Der Maibaum hatte für Ortsvorsteher Werner Häcker nach einem prüfenden Blick in die Höhe "den TÜV bestanden". Für seine Dankesrede hatte Häcker den Ortschaftsrat hinter sich versammelt und seinen Kolleginnen Klara Algner, Anne Bischof und Marlis Ilg einen besonderen Platz zugewiesen. Die drei Frauen waren es, die mit dem neuen Dorfplatz nicht nur ihre Ideen umsetzen konnten, sie langten auch beim Ausbau beherzt zu.

Als Architektin begleitete sie die Gussenstadterin Kleta Hehn, für die das Fließen des Wassers das bestimmende Gestaltungselement bei der Planung war. Noch in den 50er Jahren grundelten an dieser Stelle Enten in der Dorfhülbe. Inzwischen ist die Hüle im Untergrund verschwunden und zum Löschwasserreservoir umfunktioniert worden. Fließend, rund und ohne Kanten war daher die Devise der Architektin, an die sich die Ortschaftsräte auch bei der Gestaltung des Grüngürtels hielten. Für den seien übrigens bewusst ungiftige Eiben ohne Beeren ausgewählt worden, betonte der Ortsvorsteher, nachdem es im Vorfeld Befürchtungen gegeben hatte.

Zu Recht, so Bürgermeister Roland Polaschek , könne man diejenigen Patrioten nennen, die so ein Gemeinschaftswerk zustande gebracht hätten. Was in den letzten Jahren in Gussenstadt angestoßen und erreicht wurde, lasse sich nur durch die große Verbundenheit der Bürger zu ihrem Heimatort erklären. Aus dem Dorfplatz sei ein Schmuckstück geworden. Eine zweckgebundene Spende des Obst-und Gartenbauvereins, ein Zuschuss aus dem ELR-Programm und eine Menge an Muskelkraft hätten das Werk ins Rollen gebracht. Als weitere Beispiele vorbildhaften Gemeinsinnes nannte der Schultes die Renovierung des Ursulastifts, das benachbarte Musikerheim und die genossenschaftlich geführte Biogasanlage beim "Häule".

Nachdem auch die Gerstetter Feuerwehr mit ihrer Drehleiter eingetroffen und die Zunftschilder am Baum montiert waren (die Gerstetter mussten kurzfristig zu einem Einsatz nach Heldenfingen), wurden Maibaum und Dorfplatz bei Grillwurst und Bier von den Gussenstadtern noch kräftig begossen.

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