Ein attraktiver Klassiker: das Blätzlesfest

Vier Jahrzehnte schon feiern die Unterböhringer ihr Blätzlesfest, allerdings im zweijährigen Turnus. Was sie nicht davon abhielt, nun bei der 21. Auflage ein Jubelfest auf die Beine zu stellen. Den Besuchern gefiel's.

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Ein normaler Anblick beim Unterböhringer Blätzlesfest: Die Reihen sind fest geschlossen, mehr als 5000 Besucher der Standard.  Foto: 

"Mir sind Schwoba" - so schallt es am Samstagmittag durch die Festreihen beim Unterböhringer Blätzlesfest. Das "Oberdorf Duo" scheint den richtigen Ton zu treffen - und hat überdies seinen eigenen Fanclub mitgebracht. Der nimmt - gut erkennbar an den gelben Shirts mit Bandlogo - die Bierbänke direkt vor der Bühne in Beschlag.

Doch auch die Unterböhringer lassen sich vom schwülwarmen Wetter nicht abhalten. "Es läuft super", sagt Martina Drupp. Sie ist als Vorsitzende der Unterböhringer Landfrauen für die Organisation des Festes mit zuständig: Die Landfrauen stellen das Fest zusammen mit dem Turn-, dem Schützen- sowie dem Obst- und Gartenbauverein auf die Beine. Auch Katrin und Christian Enz, seit der aktuellen Ausgabe gesamtverantwortlich für die Organisation des Blätzlesfestes, zeigen sich bereits zur Halbzeit hoch zufrieden. Der Andrang sei groß, betonen beide. Die 5000 Gäste, die im Durchschnitt kommen, erreiche man dieses Jahr ohne Probleme.

Ein möglicher Grund für den Andrang: Bis zur nächsten Auflage müssen sich die Unterböhringer nicht zwölf, sondern 24 Monate gedulden. Der zweijährige Rhythmus sei in einem Ort wie Unterböhringen für die Organisation eines Festes dieser Größe nötig, sagt Christian Enz: "Jedes Jahr könnten wir das hier nicht stemmen."

Am ehrenamtlichen Engagement mangelt es jedoch nicht, betonen die Organisatoren einhellig, man habe 200 Mitarbeiter. Außerdem kämen während des Jahres auch immer wieder Bewohner von sich aus auf sie zu und bieten ihre Hilfe an. Highlights in diesem Jahr: Die große Jubiläumstombola und eine "Jubiläumsspeisekarte", schließlich gab es vor vier Jahrzehnten die erste Auflage. Bei Speis und Trank setze man im Übrigen ausschließlich auf lokale Produkte, betont Katrin Enz. Ohnehin hat das Blätzlesfest ein Alleinstellungsmerkmal, das schon im Namen durchdringt: "Die Blätzle und das Holzofenbrot sind das, was uns von anderen Festen unterscheidet", sagt Martina Drupp.

Am Abend steht dann der Auftritt der Besenkracher an, parallel zum Hock wird ab 20 Uhr auch in der Jugendecke gefeiert: Hier heizt DJ California dem jungen Partyvolk ein, eine Cocktailbar steht bereit - und für die Generation Ü 30 gibt es noch eine Hugo-Ecke.

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