E-Ladesäule soll zentral im Ort stehen

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Als es jetzt im  Böhmenkircher Gemeinderat um die Einrichtung einer elektrischen Tanksäule mit zwei Ladepunkten ging, lag schon ein konkretes Angebot des Geislinger Albwerks (AEW) auf dem Tisch. Bürgermeister Matthias Nägele schlug aber vor, mit der Entscheidung noch zu warten. „Es gibt inzwischen ein weiteres Angebot, das  die Gemeinde nichts kostet“, erläuterte Nägele. Beim AEW hätte die Gemeinde trotz staatlicher Förderung immer noch 7440 Euro für die Stromsäule berappen müssen. Die neue Offerte machte auch die Räte mobil: Nachdem ein anwesender Vertreter der ENBW-Tochter ODR versichert hatte, dass „wir uns um Einrichtung und Betrieb kümmern, die Gemeinde muss nur den Platz zur Verfügung stellen“, hatte der Wettbewerber von der Ostalb schon mal gute Karten. „Wenn’s uns nix kostet, wäre das natürlich die optimale Lösung“, konstatierte Philipp Elwert und erntet damit auch keinen Widerspruch.

Umso ausgiebiger wurde über den geeigneten Standort für die Stromtankstelle diskutiert. Die Verwaltung schlug die Parkplätze zwischen Gebäude Kirchstraße 1 und dem Café am Marktplatz vor. Dort seien die Ladesäulen zu versteckt, außerdem benötige man die Parkplätze für Bistro, Bibliothek und Wochenmarkt, hielten einige Gemeinderäte dagegen. Nach einigem Hin und Her und einer virtuellen Rund­reise durchs halbe Dorf entschied sich das Gremium schließlich mit einer Enthaltung für die Parkplätze vor dem Alten Rathaus. Dort lägen die Ladesäulen zentral und fielen direkt an der B 466 auch Durchreisenden schnell ins Auge, hieß es. „Die Säulen müssen mitten im Ort sein, damit die Leute während des Ladens durch die Geschäfte laufen“, erhoffte sich Eva Eberlein auch Impulse für die Geschäftswelt. „Wir haben doch keine Läden mehr“, hielt Michael Lang lakonisch entgegen.

Bis zum Sommer solle die Ladesäule stehen. Wer sie dann betreibt, ist noch offen. „Wir werden natürlich auch nochmal mit dem  Albwerk reden“, erläuterte Bürgermeister Matthias Nägele gegenüber der GEISLINGER ZEITUNG. Ein Aspekt bei den Verhandlungen sei, welche Preise die Anbieter später von ihren Kunden verlangen.

Info Die von AEW und ODR angebotenen Ladesäulen haben eine Leistung von jeweils 22 Kilowatt. Ein E-Golf soll damit innerhalb von 30 Minuten zu
80 Prozent aufgeladen sein. Laut ODR können an den Säulen auch E-Bikes geladen werden.

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