E-Dorfmobil scheitert an fehlendem Bahnanschluss

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„Ärgerlich, nervig, frustrierend“: Bitter kommentiert  Bürgermeister Thomas Schubert das Ende seines Traums vom hoch bezuschussten E-Dorfmobil für Eschenbach. Die Region, von der er sich 70 Prozent Zuschüsse erhoffte, habe ihm trotz intensiver Besprechungen nur „Kanzleitrost“ gespendet. Es werde stattdessen Gingen bedacht, weil dort ein Dorfmobil mit Bahnanschluss kombiniert werden könne.

Schubert wusste, dass die Region auf einen Bahnanschluss Wert legt, hat sich aber wegen „offener Ohren“ in Stuttgart dann doch gute Chancen für seinen „ganz dicken Antrag“ ausgerechnet. Er hatte zunächst eine Absage bekommen, sich dann aber auf die Hinterbeine gestellt und moniert: „Immer rutschen die Kleinen durchs Raster“. Schubert sieht das als Geben und Nehmen: Kleine Gemeinden ­bekämen wenig für ihre Beiträge für die Region. Das Geld fließe in die Städte. „Das ist ein Draufzahlgeschäft.“

Schubert hatte ein neues Konzept, das Modell für kleinere Gemeinden sein könnte: ein Dorfmobil für Fahrdienste, die in größeren Kommunen mit Bürgerauto oder Bürgerbus abgedeckt werden, für Car-Sharing, für die Nutzung von Vereinsschaffern, für das Rathaus. Das alles mit E-Mobilität und mit Profi-Beratung. Es ging um ­ 96.000 Euro für Auto, Ladesäule, Carport mit Photovoltaik, Internet.

Schubert will trotzdem dranbleiben und schauen, was in abgespeckter Form möglich sei. Das heiße: „Zurückschrauben, einsparen, Sponsorengelder.“ Der Gemeinderat steht dahinter. Man solle sich nicht entmutigen lassen, sagt Reinhard Bauch, „E-Mobilität ist die Zukunft“. Er könne die Region nicht verstehen. Auch Dr. Jürgen Stavenow nicht. Beim Thema Bahn habe die Region auf die Vergangenheit gesetzt, kritisiert er. In 20 Jahren habe man das selbstfahrende Auto, man drücke auf den Knopf, „da fährt niemand mit der Bahn, die ist nur noch für Güter“. js

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