Minions erstrahlen in Birenbach aus 2500 Lichtpunkten

Seit 1996 veranstaltet der Turnverein Birenbach sein Lichterfest. In diesem Jahr leuchteten Filmfiguren auf.

|

Mehr als 2500 bunte Teelichter flackerten am Samstagabend auf dem Birenbacher Sportgelände. Noch vor Einbruch der Dunkelheit wurden sie von zahlreichen Kindern angezündet, um das Lichterfest des örtlichen Turnvereins zu feiern. „Papa, die gehen hier schon wieder aus“, ruft ein Kind. Gemeinsam versuchen die Helfer, jede erloschene Kerze erneut anzuzünden.

„Das ist ja toll“, sagt eine Mutter zu ihrem Sohn. Sie steht gemeinsam mit anderen Besuchern auf dem Hang über dem Fußballplatz, auf dem einige Charaktere des Films „Ich einfach unverbesserlich“ in bunten Farben strahlen: Zwei sogenannte Minions, der Bösewicht Gru und ein Einhorn. Viele zücken das Handy, um das riesige Kunstwerk festzu­halten.

Es seien nicht immer gleich viele Kerzen, die leuchten, meint die stellvertretende Vereinsvorsitzende Karin Mackh. „Es kommt auf die Motive an.“ Die Trainerin der Hip-Hop-Abteilung Tamara Rapp kümmert sich um die Lichter und die Motive: „Ich bin Erzieherin und die Kinder lieben derzeit die Minions“, erklärt sie die Auswahl. Fünf Stunden lang war sie am Samstagmorgen mit ein paar Kindern und zwei Helfern auf dem Fußballplatz, um die Plastikbecher mit den Teelichtern aufzustellen.

Seit 1996 wird das Lichterfest gefeiert, meint die ehemalige Kinderturnwartin Helga Neufert, die bei der Geburtsstunde des Festes dabei war. Damals wollte man etwas am Vortag der Birenbacher Bergelestour anbieten. „Am Anfang war das ganz einfach“, meint Neufert heute. Damals wurden noch Lampions in die Bäume gehängt. „Irgendwann haben wir Motive gemacht: Eine Großstadt oder eine Szene aus Tanz der Vampire.“ Für die Häuser der Skyline habe man damals 4900 Kerzen auf dem Sportplatz aufgestellt. „Wie man die Idee auf den Sportplatz bringt – das ist immer das Schwierigste.“

Simone Woll ergänzt, dass immer wieder bis zu 2000 Besucher kämen. Ein halbes Jahr vorher beginne man mit der Vorbereitung. Erst kurz vor dem Fest kümmere man sich um die Arbeitspläne. An dem ganzen Wochenende helfen täglich bis zu 30 Personen. „Halb Birenbach arbeitet hier“, scherzt Woll.

„Schade, dass wir außer den Lichtern kaum Programm haben“, meint Simone Woll ein wenig unzufrieden. Die Lichter, der Barbetrieb mit Essen, Musik und die Auftritte der Jungtanzgruppen seien momentan alles, was das Fest ausmache. „Es steht und fällt mit den Trainern“, ergänzt Karin Mackh. Auch weil Ferien sind, fehlten viele Kinder, die etwas zeigen könnten. Seit Jahren richtet der TV Birenbach das Fest nicht mehr im Herbst, sondern im Sommer aus. Wegen der Rad­fahrer, „weil die sich immer an der Alb-Extrem orientieren und die ist nächste Woche“, sagt Mackh.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Fernfahrer leiden unter Missständen in der Logistikbranche

Ein Fernfahrer aus dem Kreis beklagt das „rosarote Berufsbild“, das viele Speditionen zeichneten – und erzählt von seinem harten Job auf den Straßen. weiter lesen