Die Hausschlange auf dem Gartenschlauch

Eine Schlange im Garten kann den Bad Überkinger Harald Ott nicht schrecken. Ganz im Gegenteil: Er beobachtet sie mit Interesse.

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Keine grüne Mamba - sondern nur ein Gartenschlauch mit Ringelnatter.

Dass wegen einer Schlange im Garten gleich die Polizei gerufen wird - wie dieser Tage in Geislingen geschehen -, vermag der agile Rentner Harald Ott aus Bad Überkingen nicht nachzuvollziehen. Seit einigen Jahren schon fühlt sich eine Ringelnatter in seinem Garten pudelwohl, taucht in den beiden Teichen, die es dort gibt, sonnt sich auf den Seerosenblättern und verspeist Molche und Frösche.

Inzwischen hat er ihr sogar einen Namen gegeben: Esmaralda nennt er das über einen Meter lange Reptil, das sich bisweilen in die Steindrainage am Fundament verzieht oder sich auch mal vor dem Schlafzimmerfenster beim Gartenschlauch sehr wohl fühlt.

Vor vier Jahren sei sie erstmals aufgetaucht, berichtet Ott, dann jedoch habe er sie über ein Jahr lang nicht mehr gesichtet. Inzwischen ist sie aber prächtig gediehen und viel dicker als der Gartenschlauch, den sie offenbar liebt. Allerdings muss es in der Nähe auch einen echten Partner geben, denn seit Kurzem hat sich Nachwuchs eingestellt: Zwei kleine Schlangen hat Ott mittlerweile in seinem Garten entdeckt.

Dass seine Tochter eine Zoofachverkäuferin ist, hat ihm bei der Identifizierung der Reptilien geholfen. Ringelnattern sind völlig ungefährlich und haben hinterm Kopf einen gelben "Halsring".

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