Die guten Preise schwinden dahin

Die Ausschreibung der Großbaustelle in Heiningen geht nicht so schnell wie gedacht. Bei den Umleitungen wird man auch noch tüfteln müssen.

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Blick in die Heininger Ortsdurchfahrt: Sie soll nächstes Jahr umgestaltet werden, voraussichtlich von Ende April bis Anfang September.  Foto: 

Bald nach den Sommerferien, so glaubte der Heininger Bürgermeister Norbert Aufrecht, könne man die Ausschreibung für die Sanierung der Ortsdurchfahrt herausgeben. So dass man einen günstigen Zeitpunkt hätte, an dem die Firmen sich schon Aufträge fürs nächste Jahr sichern wollen und zurückhaltend kalkulieren. Jetzt weiß es Aufrecht besser: „Wenn’s ins Detail geht, wenn man mit den Ingenieuren zusammensitzt, erfährt man einen Fahrplan, an dem sich nichts ändern lässt. Die Dinge dauern ihre Zeit.“ Das habe er als Verwaltungsmann nicht gewusst, räumte er im Gemeinderat ein. „Ich mache so ein Projekt einmal im Leben.“

Wie es jetzt aussieht: Bis in den November hinein ist die Abwicklung der Ausschreibung getaktet, mit Ausführungsplanung, Leistungsverzeichnis, Angebotsphase, Angebotsprüfung. Zwischendrin muss der Gemeinderat noch dies und das absegnen, was auch wieder einer Sitzung bedarf, die übers Jahr verteilt sind. Erschrocken über die Vergabe erst im November zeigte sich Doris Röhm (Frauenliste). Ob man nicht wenigstens auf Ende Oktober vorziehen könne? Dieter Nemec (SPD) schlug vor, die Beschlüsse des Gemeinderats umgehend nach diversen Zwischenschritten zu fassen, „wir könnten so 18 Kalendertage gewinnen“. Das nehme er mit, sagte der Schultes.  Oliver Grässle (CDU), als Architekt vom Fach, entwarf ein ungünstiges Szenario: Wenn man nicht über den Sommer ausschreibe, „werden die guten Preise so dahinschwinden. Nächstes Jahr ist bei den Baufirmen schon wieder gut voll.“

Zur Bauzeit selber, die von Ende April/Anfang Mai bis Anfang September anvisiert ist, hat Aufrecht eine gute Nachricht. Man müsse wohl keine 80 Punktaufgrabungen für Hausanschlüsse und Einläufe machen, 50 dürften reichen. Wobei er das nicht für gesichert hält. Es wäre einiges an Zeit gespart. Pro Aufgrabung rechne man mindestens einen Tag. Aufrecht will auch mehr Arbeitskräfte vor Ort haben. „Wir brauchen eine leistungsfähige Firma, die mit zwei Kolonnen kommt.“

Fünf Bauabschnitte sind abzuwickeln. Welche Umleitungen braucht man? Das Endstück Richtung Göppingen müsse zwingend in den Pfingst- oder Sommerferien  drankommen, sagt Aufrecht – da fahren keine Schüler mit dem Bus. Ausgetestet ist, dass ein Kleinbus mit 15 oder 20 Sitzen über die Gartenstraße fahren kann. Ob man diese Umleitung wähle, die dann für kurze Zeit über Jebenhausen notwendig wäre, sei aber noch offen, sagt der Schultes. Klar sei: Wenn Bad Boll komplett zu ist, weil dort die Straße in der Ortsmitte gerichtet wird, müsse die Umleitung Bezgenriet-Heiningen offen sein. 

Illumination: Große Bedeutung misst Aufrecht der Lichtplanung bei. „Mit Licht kann man unheimlich viel gestalten.“ Eine attraktive Illumination mache nahezu 50 Prozent der Gestaltung aus.

Fachplaner: Heiningen will sich von der Netze BW und einem externen Fachplaner beraten lassen. So könne man zu einer Art Vorzeigeprojekt kommen, hofft der Schultes. Angeschaut hat sich der Gemeinderat schon einige Beispiele von Ortskernsanierungen. Von Winterbach war man offenbar stark beeindruckt.

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