Die Gärten der Bibel

Zu einer feinen Veranstaltung mit Musikerzieher Adolf Braun und Kantor Eckhart Naumann hatte der Förderkreis Kirchenmusik an der Eislinger Christuskirche in die Krummwäldener Jakobus-Kirche eingeladen.

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Musikerzieher Adolf Braun, Kantor Eckhart Naumann und Pfarrer Frieder Dehlinger (v.l.) gestalteten ein Konzert in der kleinen Jakobus-Kirche. Foto: Ingrid Sing

Das Benefizkonzert zu Gunsten der Innenrenovierung der Eislinger Christuskirche gestalteten Adolf Braun, Musikerzieher aus Hattenhofen, sowie Eckhart Naumann, Kantor i.R., der früher an der Eislinger Lutherkirche tätig war.

Das Programm war durch die beiden Musiker geschickt strukturiert. Zu hören waren wohlklingende Musikstücke für Violine und Orgel bzw. Klavierklänge aus Barock, Klassik, Romantik und gemäßigter Moderne. Vor die Begrüßung durch Pfarrer Frieder Dehlinger platzierten die beiden Musici eine Gavotte in D-Dur des französischen Barockmeisters Jean Philippe Rameau. Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann hießen die folgenden Komponisten des ersten Blocks mit den Stücken Adagio, Allegro und Con grazia.

Im "Klassik-Block" durfte neben zwei Titanen - Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart - das Menuett in A-Dur von Luigi Boccherini nicht fehlen. Der "Romantik-Block" beinhaltete zum Beispiel neben Werken von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy (mit seinem gefühlvollen "Frühlingslied") auch den ersten Satz von Franz Schuberts Sonatine in D-Dur mit ihren facettenreichen Melodiken.

Unter der Überschrift "Gemäßigte Moderne" erklang zunächst das wohlklingende Andante des russischen Romantikers Peter Tschaikowsky, anschließend vom tschechischen Komponisten Zdenek Fibich das Stück "Erinnerung" sowie Fritz Kreislers Komposition "Capriccio in C-Dur".

Alle Stücke waren zwischen Adolf Braun und Eckhart Naumann sehr harmonisch abgestimmt. Sehr einfühlsam fügten die beiden Musikern zwischen den Blöcken satztechnisch transparente Choralbearbeitungen des böhmischen Meisters Simon Sechter (1788-1867) ein, so etwa "Komm heiliger Geist", was schon als Hinführung auf das bevorstehende Pfingstfest zu verstehen war. Eine Vater-Unser-Bearbeitung des eher unbekannten thüringischen Meisters Georg Andreas Sorge (1703-1778) war zum Abschluss der Darbietungen zu hören.

Diesen Choralbearbeitungen folgten meditative Texte, die Pfarrer Frieder Dehlinger als "Spaziergang durch die Gärten der Bibel" ausgewählt hatte. Die Besucher wurden vom Garten Eden, dem Garten Gethsemane, dem nächtlichen Garten an Gründonnerstag, dem österlichen Garten am Ostermorgen bis hin zum Garten im Himmlischen Jerusalem geleitet. Die Meditation war eine gelungene Ergänzung des vielseitigen Vortrags der beiden Musikanten Adolf Braun und Eckhart Naumann.

Das gemeinsam gesungene geistliche Volkslied "Wie lieblich ist der Maien" gab auch dem Publikum die Möglichkeit, in den Strauß der Melodien einzustimmen, bevor Pfarrer Dehlinger mit dem Segen einen schönen und besinnlichen Abend beschloss.

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