Die besten Modellflieger kommen aus Deutschland

Bei der vierten „GPS-Triangle-WM“, die vergangene Woche auf dem Nortel bei Gruibingen stattfand, standen in beiden ausgetragenen Disziplinen jeweils drei Deutschen auf dem Treppchen.

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    Ein Teilnehmer trägt sein Flugzeug auf den Platz. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter Glück. Foto: 
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Gold, Silber und Bronze – ein Triple bei einer Weltmeisterschaft – davon können die Deutschen bei den meisten Sportarten nur träumen. Bei der vierten „GPS-Triangle-WM“, die vergangene Woche auf dem Nortel stattfand, standen in beiden ausgetragenen Disziplinen jeweils drei Deutschen auf dem Treppchen. Der bisherige Weltmeister ist auch der neue: Philip Kolb erflog sich sowohl in der Klasse Maßstab 1:3 (diese Modelle werden vom Motorflugzeug hochgeschleppt), als auch in der Klasse der eigenstartfähigen Modelle den ersten Platz.

Petrus hatte es gut gemeint mit den Modellfliegern. Die ganze WM-Woche lang sorgte er wettertechnisch für beste Bedingungen, während die zahlreichen Helfer des Aeroclub Salach-Göppingen danach schauten, dass am Boden alles reibungslos vonstatten ging. „Ich weiß nicht, wie viele Male ich die Regeln für die Zuschauer erklärt habe“, lacht Jörg Etzler, der nicht nur federführend für die Organisation der WM verantwortlich zeichnete, sondern auch das Mikrofon und die Moderation übernommen hatte.

Fast in Endlosschleife erklärte er in den letzten beiden Tagen der Meisterschaft: „Bei einer maximalen Einflughöhe von 500 Metern gilt es auf dem 2,4 Kilometer langen Dreieckskurs in einer halben Stunde so viele „Triangles“ wie möglich zu fliegen und anschließend möglichst punktgenau in einem 80 mal 20 Meter großen Feld zu landen. Ein eingebauter GPS-Empfänger und ein Sendemodul übertragen die Daten zum Empfänger auf dem Boden, sodass Pilot und Co-Pilot das Modell präzise um das Dreieck steuern können.“

Etzler weiß: „Das hört sich nicht schwierig an, ist aber mental extrem anstrengend. Die 30 Minuten wollen gut eingeteilt und taktisch genutzt sein, denn es gilt die räumlich begrenzten Aufwinde zu finden und die Thermik zu nutzen. Weil dies auch Vögel tun, sind sie ideale Bojen.“

Die Vögel schien das Flugspektakel nicht zu stören. Einträchtig segelten sie mit den Modellen durch die Lüfte und wichen, wenn nötig geschickt aus. Zwei, drei Crashs gab es nur zwischen Modellfliegern. Ein kurzer Moment der Unkonzentriertheit und schon war für Thomas Schorb aus Karlsruhe am Dienstag der Wettbewerb zu Ende. Kollegen unterstützen, fachsimpeln, die Atmosphäre genießen – geblieben ist er trotzdem bis zum Ende des Wettbewerbs, bei dem die Teilnehmer aus Südafrika beinahe gar nicht antreten konnten. „Ihr Modellflieger ist im Flugzeug nicht mit angekommen“, berichtet Jörg Etzler. „Zum Glück konnten sie von einem Wettbewerbsteilnehmer ein anderes Modell kaufen und dann doch noch mit dabei sein.“ Extrem gut geeignetes Gelände, ideale Wetterbedingungen, gute Besucherresonanz reibungsloser Ablauf, gute Versorgung – Teilnehmer und Organisatoren sind gleichermaßen hoch zufrieden und voll des Lobes für die WM 2017.

Maßstab 1:3 Philip Kolb, Stefan Müller, Florian Schambeck.

Eigenstartfähige Modelle Philip Kolb, Florian Schambeck, Holger Genkinger.

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